Schutzstatus S

Zentralschweizer Kantone und Gemeinden begrüssen Bundesratsentscheid

12. März 2022, 06:33 Uhr
Ab Samstag gibt es in der Schweiz den Schutzstatus «S». Das hat der Bundesrat entschieden. Froh darüber ist man auch in der Zentralschweiz. Die Kantone und Gemeinden können jetzt, wo sie die Rahmenbedingungen kennen, richtig zu planen beginnen.
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Der Kanton Zug etwa hat bereits über 100 Anfragen von hilfsbereiten Zugerinnen und Zugern erhalten. Andreas Hostettler, Vorsteher der Direktion des Innern, ist froh, kann er nun die vielen offenen Fragen beantworten: «In erster Linie bedeutet das für uns Sicherheit und Klarheit. Die Finanzierung ist mit diesem Status geklärt und auch der Auftrag des Bundes an uns», sagt Hostettler. «In diesen Situationen mit vielen offenen Fragen hilft jede Antwort, die Klärung schafft auch den Betroffenen.»

Damit diese Sicherheit und Klarheit auch bleibt, arbeitet der Kanton eng mit den Gemeinden zusammen. «Als Kanton sehen wir unsere Aufgabe darin, zu koordinieren, Führung zu übernehmen und Strukturen zu schaffen.» Auch bei der Eröffnung grösserer Unterkünfte unterstütze man die Gemeinden.

Auch Stadt Luzern begrüsst Klarheit

Auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Kanton hofft auch der Stadtluzerner Sozialdirektor Martin Merki. «Wir müssen davon ausgehen, dass die Leute, die hierherkommen, nicht gleich wieder in ihre Heimat zurückkehren. Ihre Dörfer sind Schutt und Asche. Diese Menschen werden hier arbeiten und da ist es auch wichtig, dass sie die Sprache beherrschen.» Der Punkt der Sprachkurse allerdings sei noch nicht geklärt. Das werde nächste Woche zwischen den Kantonen und dem Bund diskutiert.

Grundsätzlich ist man also bei Kantonen und Gemeinden zufrieden mit dem Bundesratsentscheid. Die offenen Fragen werden in den kommenden Tagen diskutiert.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. März 2022 06:33
aktualisiert: 12. März 2022 06:33
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