Bebauungsplan

Baupläne von US-Velofabrik in Hünenberg stossen auf Widerstand

18. Oktober 2022, 16:38 Uhr
Die Zuger Gemeinde Hünenberg will einer US-Veloherstellerin Land für deren neues Hauptquartier verkaufen. Das Stimmvolk hätte am 18. Dezember über das Geschäft sowie eine nötige Änderung des Bebauungsplans abstimmen sollen, wegen Einsprachen kommt es nun zu einer Verzögerung.
Der Bau eines neuen Hauptquartiers einer Velofabrik in Hünenberg verzögert sich. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
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Die Urnenabstimmung über den Verkauf des Grundstücks und die Änderung des Bebauungsplans Rothus-Bösch werde nicht wie geplant durchgeführt, hatte die Gemeinde Hünenberg vergangene Woche mitgeteilt. Verhandlungen mit Drittparteien hätten noch nicht abgeschlossen werden können, hiess es damals.

Einsprachen eingegangen

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA äusserte sich die Gemeinde nun zu den näheren Gründen. Demnach seien drei Einsprachen von Privatpersonen und einem Umweltverband eingegangen gegen die geplante Verlegung einer ökologisch wertvollen Wiese. Dies ist nur einer von verschiedenen Punkten der Revision des Bebauungsplans. Dieser umfasst auch Anpassungen bei der Ausnützung, bei der Parkanlage und bei Fusswegen.

Nicht die Kritik an der Wiesenverlegung sei aber ausschlaggebend für die Verzögerung, hält die Gemeinde fest. Der Entwurf des neuen Bebauungsplans werfe verschiedene Fragen auf, die noch geklärt werden müssten, und einige Details zu den Modalitäten des Baumassentransfers hätten noch nicht abschliessend verhandelt werden können.

300 Arbeitsplätze

Die Drittpartei, die vom Vorhaben weitaus am meisten betroffen ist, wolle die Anpassungen im Bebauungsplan zur Absicherung der von ihr einzugehenden Risiken klarer fassen. Der Gemeinderat werde zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren.

Der Gemeinderat will der Specialized Europe GmbH im Arbeitsgebiet Bösch eine 9000 Quadratmeter grosse Fläche verkaufen. Der kalifornische Fahrradhersteller will dort sein europäisches Hauptquartier sowie ein Entwicklungs- und Testzentrum bauen. Das Unternehmen hat heute seinen europäischen Hauptsitz in Cham. Der Gemeinderat erwartet, dass das Projekt bis zu 300 Arbeitsplätze bringen könnte.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Oktober 2022 16:38
aktualisiert: 18. Oktober 2022 16:38