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Zentralschweiz

Erdrutsch, überflutete Strassen und Keller – Feuerwehr im Dauereinsatz

10. Juni 2021, 09:12 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Am Mittwoch sind erneut teils starke Gewitter über die Schweiz gezogen. Betroffen waren auch Teile der Zentralschweiz. Die Feuerwehr stand im Dauereinsatz, mehrere Strassen mussten gesperrt werden.

Gegen 16.30 Uhr wurde es schwarz über dem Kanton Schwyz und heftige Regenfälle gingen nieder. Innert zwei Stunden gingen 20 Notrufe ein, wie die Kantonspolizei mitteilt. Wegen überfluteten Kellern und Tiefgaragen musste die Feuerwehr in zahlreichen Gemeinden ausrücken. In Sattel und Galgenen waren zudem Strassen überflutet.

Auch der Kanton Zug wurde stark vom Gewitter getroffen. Die Polizei meldet rund ein Dutzend Notrufe. Betroffen waren die Ortschaften Oberwil, Zug, Oberägeri und Morgarten. Am Zugerberg löste der Starkregen einen massiven Murgang aus.

In der Folge musste die Geissbodenstrasse zwischen der Talstation Schönegg und dem Widishof gesperrt werden. Wie lange die Sperrung andauert, konnte Frank Kleiner von der Zuger Polizei auf Anfrage von PilatusToday nicht abschätzen: «Der Murgang hat viel Geröll, Steine, Äste und Erde auf die Strasse gespült. Diese müssen zuerst abtransportiert werden.»

Zahlreiche gesperrte Strassen

Probleme haben die Gewitter auch in anderen Zentralschweizer Kantonen angerichtet. Zwischen Schüpfheim und Flühli zum Beispiel kam es am frühen Abend zu einem Erdrutsch. Daher ist die Hauptstrasse noch immer in beiden Richtungen gesperrt, meldet der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse. Der Verkehr wird umgeleitet.

Ebenfalls zu Behinderungen im Verkehr kam es zwischenzeitlich zwischen Oberägeri und Sattel. Wegen Hochwasser war die Kantonsstrasse in beiden Richtungen gesperrt. Ab 20 Uhr – nach mehreren Stunden Unterbruch – konnte die Strasse wieder normal befahren werden.

Gewitter mit Ankündigung

MeteoNews hatte am späteren Nachmittag vor lokal heftigen Gewittern und teils Hagel gewarnt.

Meteoschweiz zählte am Mittwochnachmittag 8'000 Blitzeinschläge. Der Wetterdienst Meteocentrale.ch mass in Schüpfheim-Wolfgang innert zehn Minuten 20 Liter Regen pro Quadratmeter und am Napf 18 Liter. Auf der Schwägalp kamen in einer Stunde 53 Liter zusammen.

Diese Gewitter über den Voralpen waren die Fortsetzung der Unwetter, die sich bis am Mittwochmorgen entluden. Es gab viel Regen, aber kein absoluter Rekord, wie SRF Meteo twitterte.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 9. Juni 2021 19:14
aktualisiert: 10. Juni 2021 09:12