Rückrufaktion

Grosse Rückrufaktion wegen Listerien führt nach Hünenberg

9. Januar 2021, 13:42 Uhr
Schuld ist der Mais. (Symbolbild)
© iStock/nito100
Migros, Denner und andere Detailhändler haben diese Woche diverse Fertigsalate wegen Listerien-Verdacht zurückgerufen. Nun zeigt sich: Sämtliche Fertigsalate kommen vom selben Verteiler. Der Hünenberger-Lieferant sagt, es läge am Mais.

Alleine die Migros hat diese Woche sieben verschiedene Fertigsalate zurückgerufen, wie sie auf ihrer Webseite schreiben. Die entsprechenden Salate seien mittlerweile aus den Regalen entfernt worden. Die Migros weist die Kundinnen und Kunden jedoch daraufhin, dass die Produkte nicht verzehrt werden sollen, «ein Gesundheitsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden.»

Wie der "Blick" nun berichtet, sind sowohl die Salate der Migros als auch der anderen Detailhändler alle vom gleichen Lieferanten bezogen worden. Wie aus der Rückruf-Aktion hervorgeht, stammen sie von der Josef Müller Gemüse AG aus Hünenberg. Das Unternehmen gehöre zu den grössten Abfüllern von Fertigsalaten.

Gemäss der Tageszeitung sei ein Krisen-Team gebildet worden. Die Rückruf-Aktion sei ein Desaster, so Blick. Grund für den Rückruf sei der Mais, der aus der Schweiz stamme. Bei einer Kontrolle seien die krankheitserregenden Listerien festgestellt worden.

Gegenüber «zentralplus» sagt Volker Pulskamp, Pressesprecher der Josef Müller Gemüse AG: «Direkt nach Bekanntwerden des Sachverhalts und in unmittelbarer Absprache mit den Behörden haben wir das hergestellte und ausgelieferte Produkt sofort gesperrt und die betroffenen Chargen an allen Stellen, einschliesslich der Verkaufsstellen, direkt zurückgerufen.» Wie gross die betroffene Charge war, sei nicht bekannt.

Weiter sagt Pulskamp, dass für die Verbraucher die Salate sicher seien und diese kein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellten. Bei der Rückruf-Aktion handle es sich um einen vorsorglichen Verbraucherschutz, so der Pressesprecher gegenüber dem Onlinemedium.

Kopfschmerzen, Fieber und Übelkeit

Listerien können gesundheitliche Konsequenzen haben. In einzelnen Fällen können nach dem Verzehr grippeartige Symptome (Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit) auftreten. Besonders Schwangere Frauen sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollten beim Verzehr aufpassen. Treten bei ihnen die beschriebenen Symptome auf, wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 9. Januar 2021 09:19
aktualisiert: 9. Januar 2021 13:42