Stadt Zug

Hälfte der Coiffeure fällt bei Schutzkonzepten durch

Mario Trlaja, 17. August 2020, 19:14 Uhr
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Quelle: tele1

35 Coiffeure wurden in der Stadt Zug während der letzten Woche auf ihre Schutzkonzepte kontrolliert. Die Ergebnisse zeigen: Die Coiffeure haben genug von der Krise. Ein grosser Teil erfüllt die eigenen Schutzkonzepte nicht.

«Ende April war die Stimmung noch gut. Die Coiffeure waren froh, wieder arbeiten zu dürfen», sagt der Zuger Stadtrat Urs Raschle. Nach weiteren Monaten der Krise scheint sich bei den Coiffeuren der Frust breitzumachen.

Als die Stadt letzte Woche bei rund 35 Betrieben zur Kontrolle anklopft, sei der Empfang teils nicht sehr freundlich gewesen «In vielen Salons scheint das Bewusstsein für die Pandemie nicht mehr da. Man sagte unseren Mitarbeiter man habe jetzt keine Zeit für Kontrollen und wir sollen später wiederkommen.»

50 Prozent der Coiffeure fallen durch

Manche Zuger Coiffeure scheinen die Coronakrise wegignorieren zu wollen. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Kontrollen. «Die Hälfte der Betriebe konnte vor Ort kein schriftliches Schutzkonzept vorweisen», sagt Urs Raschle. Bei einem Fünftel haperte es auch in der Praxis. «Kunden, Coiffeure oder beide trugen keine Schutzmasken.» Man habe die fehlbaren Coiffeure gemahnt, erneut kontrolliert und dem Kanton gemeldet, erklärt der Stadtrat.

Bei einem Salon wurde die Polizei gerufen

In einem besonderen Fall sei von einem Schutzkonzept weit und breit keine Spur gewesen. «Es waren viel zu viele Kunden im Salon und niemand trug eine Maske», sagt Urs Raschle. Man habe die Polizei verständigt, die am nächsten Tag nochmals eine Kontrolle durchführte. Der Betrieb habe die Anforderungen anschliessend erfüllt. Es bleibt zu hoffen, dass die Einsicht dieses Mal anhält.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. August 2020 11:13
aktualisiert: 17. August 2020 19:14