Zentralschweizer Premiere

In Zug gilt Maskenpflicht in Läden und für das Gastro-Personal

7. Oktober 2020, 16:31 Uhr
Zug ist der erste Kanton in der Zentralschweiz, der eine Maskenpflicht in Läden einführt. (Symbolbild)
© Hanspeter Bärtschi / SZ
Der Zuger Regierungsrat reagiert damit auf die steigenden Fallzahlen im Kanton. Ab kommenden Samstag, 10. Oktober, heisst es für Kunden in den Läden und für Personal in den Beizen «Maske auf». Schärfere Massnahmen werden nicht ausgeschlossen.

Wie Gesundheitsdirektor Martin Pfister in einer Mitteilung schreibt, komme Zug langsam in die Nähe der Grenzwerte, die für sogenannte Risikoländer gelten. Insbesondere am letzten Wochenende sei es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen gekommen. Am Montag betrug die Anzahl neuer Fälle 25 Personen. Dies ist ein höherer Wert als noch während des Lockdowns im März.

Maskenpflicht in Läden und für Gastro-Personal

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat sich die Zuger Gesundheitsdirektion für die Erweiterung der Maskenpflicht entschieden. Ab dem 10. Oktober gilt in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen von Läden und Einkaufszentren eine Maskenpflicht für alle Personen.

Die erweiterte Maskenpflicht gilt ausserdem für das Servicepersonal in Restaurants, Bars und Clubs und dies in allen Gästebereichen, innen und aussen. Kinder unter 12 Jahren sowie Personen mit entsprechenden medizinischen Einschränkungen sind von der Pflicht befreit.

Die erweiterte Maskenpflicht gilt vorerst bis zum 30. November.

«Wirksamkeit der Masken ist medizinisch nachgewiesen»

Der Nutzen von Masken zur Bekämpfung der Coronapandemie sei wissenschaftlich nachgewiesen, heisst es weiter. Die Gesundheitsdirektion beruft sich dabei auf die wissenschaftliche Taskforce des Bundes. «Weil Infizierte bereits vor den ersten Symptomen ansteckend sind, sind Masken gerade bei diesem Virus sehr wichtig», führt Kantonsarzt Rudolf Hauri aus.

«Jetzt einhalten», sonst kommt's noch schärfer

Die Zuger Gesundheitsdirektion unterstreicht: «Die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln sind nach wie vor die wichtigste Massnahme zur Bekämpfung des Virus.» Wenn diese freiwilligen Massnahmen nicht eingehalten werden, müsse man noch schärfere Massnahmen anordnen, heisst es weiter. Martin Pfister betont, dass man auf Eingriffe, wie sie im Frühling nötig waren, unbedingt verzichten wolle. Sein Appell an die Bevölkerung: «Halten Sie Abstand, tragen Sie nötigenfalls Masken und achten Sie auf gute Handhygiene.» (red)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Oktober 2020 09:00
aktualisiert: 7. Oktober 2020 16:31