Zug

SP will Stadtpräsidium mit Barbara Gysel zurückerobern

11. März 2022, 05:50 Uhr
Die Zuger Linke will am 2. Oktober geeint den Sitz in der Stadtregierung zurückerobern. ALG und SP haben sich deshalb entschieden, nur eine Kandidatin zu stellen. Die Stadtzuger SP nominierte am Donnerstagabend einstimmig die 45-jährige Kantons- und Gemeinderätin Barbara Gysel.
Barbara Gysel will Zuger Stadtpräsidentin werden.
© SP Stadt Zug

Die Anwesenden folgten dem Antrag des Parteivorstandes. Sie nominierten Gysel für die Wahl in den Zuger Stadtrat und fürs Stadtpräsidium, wie es bei der Partei auf Anfrage hiess.

Gysel ist seit 2008 Kantonsrätin, seit 2014 sitzt sie im Zuger Stadtparlament. Sie arbeitet als Geschäftsleiterin des Schweizer Kinderhilfswerks Kovive. 2015 und 2019 kandidierte sie für den Ständerat, 2018 trat sie zu den Regierungsratswahlen an, jeweils ohne Erfolg.

Bereits Anfang Jahr hatten die Kantonalparteien von SP und ALG grünes Licht gegeben für eine gemeinsame Wahlstrategie bei den Regierungsrats- und Stadtratswahlen, die gleichzeitig stattfinden.

Die ALG kann Kantonsrätin Tabea Zimmermann für den Sitz in der Kantonsregierung nominieren, den die Partei vor vier Jahren an die Mitte verloren hatte. Sie überlässt im Gegenzug der SP die Kandidatur für den Stadtrat, die vor vier Jahren aus der Stadtregierung flog.

Dort kommt es nun zur Kampfwahl um die Nachfolge des abtretenden Stadtpräsidenten Karl Kobelt von der FDP. Seine Partei will den Sitz mit Stadträtin Eliane Birchmeier verteidigen. Stadtpräsident werden wollen auch Sozialvorsteher Urs Raschle (Mitte) und Finanzchef André Wicki (SVP). In der fünfköpfigen Zuger Stadtregierung sitzen aktuell zwei FDP-Mitglieder sowie je ein Mitglied von SVP, Mitte und CSP.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. März 2022 05:50
aktualisiert: 11. März 2022 05:50
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