Zentralschweiz
Zug

Stadt Zug: Tennisclub muss Feuerwehr weichen

Stadt kündigt Vertrag

«Grosse Enttäuschung und Unsicherheit»: Tennisclub Zug muss Platz verlassen

· Online seit 10.07.2024, 06:32 Uhr
Die Zukunft des grössten Tennisclubs im Kanton Zug ist ungewiss. Dort, wo heute die Tennisplätze stehen, will die Stadt Zug einen neuen Feuerwehrstandort und einen Werkhof hinstellen. Darum muss der Tennisclub Zug bis zum Ende des nächsten Jahres seinen Platz verlassen.
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Der Tennisclub Zug fühlt sich an die Wand gefahren und kann nur schwer verstehen, dass er seinen Standort im Göbeli in der Stadt Zug aufgeben muss: «Es hat bei den Mitgliedern eine grosse Enttäuschung und Unsicherheit ausgelöst», sagt Vereinspräsidentin Angelika Leemann.

Der Tennisclub Zug ist mit seinen 800 Mitgliedern nicht nur der grösste im Kanton, sondern hat auch eine lange Geschichte. Seit 1928 gibt es den Traditionsverein und seit fast 50 Jahren wird im Göbeli in der Stadt Zug trainiert. In den vergangenen Jahren wurden bereits zwei Zuger Tennisclubs aufgelöst und deren Mitglieder in den Tennisclub Zug integriert.

Stadt Zug hat Lösung angeboten

Die Stadt Zug plant auf dem Grundstück des Tennisvereins den Bau des neuen Feuerwehrstandorts und des Werkhofs. Dem Tennisclub Zug wurde angeboten, neue Tennisplätze auf der Dachfläche der geplanten Gebäude zu errichten. Denn der Tennisclub liege auch Stadtpräsident André Wicki am Herzen. «Diese Idee finde ich eine gute Lösung. Denn wir haben hier in der Stadt Zug nun mal wenig Platz und alle müssen ihren Beitrag leisten.»

Präsidentin Angelika Leemann äussert sich dazu: «Wir sind der Stadt Zug dankbar für diesen Vorschlag, eine neue Anlage auf dem Dach der Feuerwehr zu bauen. Noch ist es schwierig vorstellbar, neun Plätze und die nötige Infrastruktur auf einer knapp begrenzten Fläche in gut neun Metern Höhe realisieren zu können.»

Ob dort wie bisher zur Verfügung stehende Allwetter-Sandplätze gebaut werden können, sei zudem fraglich. «Eine Clubatmosphäre und das Zuschauen auf den verschiedenen Plätzen wäre wohl nicht mehr wie bisher möglich. Auch die Lenkung der Besucherströme wäre eine grosse Herausforderung.»

Noch viele Fragen offen

Bis Ende Jahr soll der Tennisclub eine Einwilligung unterschreiben, dass er mit der Idee der Stadt mit den Tennisplätzen auf dem Dach einverstanden ist. Noch ist sich Leemann aber nicht sicher, dies zu tun. Für sie seien noch viele Fragen offen.

Was die beiden Parteien noch alles zur Situation zu sagen haben, siehst du im Video oben.

veröffentlicht: 10. Juli 2024 06:32
aktualisiert: 10. Juli 2024 06:32
Quelle: PilatusToday

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