Teilweise Entwarnung

Stadt Zug: Wasser in Neustadtpassage und Neustadtcenter wieder sauber

4. Oktober 2022, 17:04 Uhr
Teilweise Entwarnung in der Stadt Zug. Das Wasser in der Neustadtpassage und Neustadtcenter ist wieder einwandfrei. Das Wasser in der Vor- und Altstadt muss weiterhin abgekocht werden.
Die WWZ gibt Entwarnung für die Neustadtpassage und Neustadtcenter.
© KEYSTONE/DPA zb/PATRICK PLEUL
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Seit Samstagnachmittag musste in der Zuger Neustadt das Trinkwasser abgekocht werden. Nun geben die Wasserwerke Zug (WWZ) teilweise Entwarnung. «Die Wasserqualität im Gebiet Neustadtpassage und Neustadtcenter ist wieder einwandfrei», schreiben die WWZ in einer Mitteilung.

Die betroffenen Gebiete in Zug, Stand: Nachmittag des 4. Oktober 2022.

© WWZ

Die bakterielle Verunreinigung des Trinkwassers im Gebiet Vor- und Altstadt sowie einem Teil der Neustadt kann noch nicht ausgeschlossen werden. Die Bevölkerung im betroffenen Gebiet muss das Trinkwasser deshalb bis auf Weiteres abkochen.

Darauf muss die Bevölkerung achten

Die WWZ gibt den Anwohnerinnen und Anwohner folgende Empfehlungen ab, wann das Trinkwasser vor Gebrauch abgekocht werden soll:

  • Trinken, Getränkezubereitung (zum Beispiel Eiswürfel)
  • Zur Nahrungszubereitung
  • Zähne putzen
  • Medizinische Zwecke (Wundreinigung, Nasenspülen usw.)
  • Geschirrabwasch von Hand
  • Kaffee, Teezubereitung mit Haushaltsgeräten
  • Waschen von Obst, Gemüse, Salat oder weiteren Lebensmittel
  • Trinkwasser für empfindliche Haustiere

Kein Abkochen sei nötig beim Geschirrspüler (höchste Temperaturstufe), für allgemeine Reinigung, zur Toilettenspülung, fürs Duschen oder dem Wäschewaschen mit Maschine.

Was hat das Zuger Trinkwasser verschmutzt?

Beim Erreger handle es sich um E. Coli- und Enterokokken-Bakterien, hatte Bruno Schwegler, Leiter Netze der WWZ am Samstagnachmittag erklärt. Bei diesen Keimen handle es sich um sogenannte Indikatoren für Fäkal- oder andere Verunreinigungen und sie dürften im Trinkwasser nicht vorkommen. Fäkalbakterien sind Bakterien, welche überwiegend in der Darmflora angesiedelt sind.

Quelle: Tele 1

Was, wenn man doch Wasser vom Hahn trinkt? Ein Gesundheitsrisiko könne nicht ausgeschlossen werden, so Schwegler. Wie der Körper auf das verschmutzte Trinkwasser reagiere, sei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wichtig sei, dass man sich bei Symptomen beim Hausarzt melde.

Trinkwasser muss weiterhin abgekocht werden

Die genaue Ursache der Verunreinigung ist noch immer unklar. Die Leitungen im Versorgungsgebiet werden gemäss WWZ intensiv gespült. Die Massnahmen hätten eine erste positive Wirkung gezeigt. Die neuen Trinkwasserproben um den Perimeter Vor- und Altstadt zeigten demnach zu 80 Prozent keine Verunreinigung mehr.

Es sei jedoch nach wie vor nötig, das Wasser abzukochen – dies insbesondere vor dem Trinken, Kochen, Zähneputzen, Waschen von Lebensmitteln sowie für empfindliche Haustiere

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. Oktober 2022 16:47
aktualisiert: 4. Oktober 2022 17:04