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Unwetter sorgen für rekordhohe Schadensbilanz in Zug

Gebäudeversicherung

Unwetter sorgen für rekordhohe Schadensbilanz in Zug

11.02.2022, 21:52 Uhr
· Online seit 11.02.2022, 21:46 Uhr
So gross waren die Schäden noch nie: Die Gebäudeversicherung Zug (GVZG) verzeichnet im 2021 eine Gesamtschadenssumme von rund 92 Millionen Franken – im Vorjahr waren es rund 6 Millionen Franken.
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In Bezug auf die Menge der Schäden und wie teuer diese wurden, war das Jahr 2021 ein Rekordjahr. Wie die Gebäudeversicherung Zug mitteilt, kam es im Kanton Zug zu drei extremen Wetterereignissen.

Tenissball gross Hagelkörner in Baar

Am 21. Juni führte ein Gewitter über Rotkreuz und Zug zu rund 2900 Schäden mit einer Schadenssumme von über 23 Millionen Franken. In der Gewitterzelle über Cham, Steinhausen und Teilen von Baar vom 28. Juni waren teilweise Tennisball grosse Hagelkörner eingelagert, welche zu über 4000 Schadensfällen mit einer Summe von rund 54 Millionen Franken führten. Am 25. Juli führte ein weiterer Gewittersturm über Rotkreuz zu weiteren 980 Schadenfällen mit einer Schadenssumme von knapp 10 Millionen Franken.

Bei Auszahlung kann es zu Verzögerungen kommen

Gesamthaft wurden bis Ende vergangenes Jahr 8257 Elementarschäden (Vorjahr 697) mit einer Gesamtsumme von rund 90 Millionen Franken (Vorjahr: 2 Millionen Franken) gemeldet. Ausbezahlt worden seien bisher rund 18 Prozent der Schadenssummen. Höher war auch die Zahl der Feuerschäden, weil es mehr Blitzeinschläge gab.

Weil die Zahl der Schadensmeldungen so hoch ist, kann es gemäss Gebäudeversicherung zu Verzögerungen bei der Auszahlung kommen. Es sei massiv an Ressourcen aufgestock worden, dennoch liessen sich Wartezeiten nicht verhindern. Diese Zahlen sind erst provisorisch. Die definitiven Zahlen werden Anfang Mai 2022 publiziert.

Video von Ende Juni 2021:

Quelle: PilatusToday

(red.)

veröffentlicht: 11. Februar 2022 21:46
aktualisiert: 11. Februar 2022 21:52
Quelle: PilatusToday

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