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Zuger Messe / LUGA

Warum digitale Messen für Zentralschweizer Aussteller keine Option sind

30. April 2021, 18:55 Uhr
Keine Stände, keine Degustation, kein Glücksrad, kein Streichelzoo, rein gar nichts. Schon zum zweiten Mal fallen die beiden grossen Zentralschweizer Messen wegen Corona ins Wasser. Die Zugermesse und auch die LUGA finden nicht statt. Während die Zugermesse schon ins Jahr 2022 verschoben worden ist, wollten die Organisatoren der LUGA am Freitag eine virtuelle Alternative starten. Die wurde aber kurzfristig abgesagt.
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Quelle: Tele 1

Die meisten Aussteller hätten nichts von einer virtuellen Messe wissen wollen. Es sei nicht dasselbe. Das sagt auch David Portmann, Geschäftsführer der Möbel Portmann in Schüpfheim, der seit über 20 Jahren an der LUGA ausstellt.  «Die Kunden wollen das Produkt spüren», erklärt er. Das könne man im Internet schlicht nicht.

Vor Corona waren die Messen in einem Tief. Die Krise habe gezeigt, dass der persönliche Austausch unersetzbar sei – eine Chance für die Messen, findet Markus Lauber, Geschäftsführer der Messe Luzern: Die Unternehmen hätten realisiert, dass die Rettung nicht allein im Digitalen liege und wie wichtig der persönliche Kontakt sein. Man habe sich besonnen, dass man alle Kanäle bespielen muss – nicht nur die digitalen.

Auch in Zug ist eine digitale Messe keine Option. «Bei uns hat die Messe Volksfestcharakter mit einem Feeling von Klassenzusammenkunft», erklärt Beat Baumann, Geschäftsführer der Zuger Messe im Video. «Es ist eines der Highlights im Kalender jedes Zugers.»

In der Messebranche erwartet man also nach Corona wieder einen Aufschwung. 

(red.)

Quelle: Tele 1
veröffentlicht: 30. April 2021 18:54
aktualisiert: 30. April 2021 18:55