Ukraine

Widerstand gegen Flüchtlingsunterkunft in Cham

10. Juni 2022, 15:21 Uhr
Der Kanton Zug will Flüchtlinge aus der Ukraine in einem Modulbau unterbringen und sucht dafür nach einem geeigneten Standort. Der Gemeinderat von Cham hat ihm dafür ein Areal im Gebiet Röhrliberg angeboten, dagegen formiert sich nun aber Widerstand.
Ein Modulbau wie im Berner Viererfeld soll auch im Kanton Zug Platz für Flüchtlinge schaffen. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Die Information über das Vorhaben von Ende Mai habe in Teilen der Bevölkerung Unverständnis ausgelöst, teilte die Gemeinde am Freitag mit. Bei der Parzelle neben der Sportanlage handle es sich um eine der letzten öffentlich zugänglichen Wiesen, sagte Gemeinderat Rolf Ineichen auf Anfrage.

Einsprachen gegen das Projekt seien vorprogrammiert. Deshalb sucht die Gemeinde Alternativen für den dreistöckigen Modulbau für 400 Flüchtende. Es sehe gut aus, dass man dem Kanton einen anderen Standort anbieten könne, sagte Ineichen, ohne ins Detail zu gehen. Für die temporäre Unterkunft benötigt werden demnach rund 6000 Quadratmeter.

Genügend Plätze bis Herbst 2022

Im Kanton Zug sind bislang knapp 800 Personen mit Schutzstatus S untergebracht. Sie wohnen etwa im Luegeten-Pavillon in Menzingen oder dem ehemalige Hotel Waldheim in Risch. Es seien genügend Plätze bis Herbst 2022 vorhanden. Weil aber die Mietverhältnisse teilweise befristet sind, braucht es weitere Unterkünfte.

Als Standort für den Modulbau kommt neben Cham auch die äussere Lorzenallmend in der Stadt Zug in Frage. Die Bewilligungsprozesse laufen parallel.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Juni 2022 15:21
aktualisiert: 10. Juni 2022 15:21
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