Kanton Zug

«Wir sehen einen Silberstreifen am Horizont»

11. November 2020, 18:33 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Die Zahlen seien auf hohem Niveau stabil, sagt die Zuger Kantonsregierung an einer Pressekonferenz – und macht sich schon Gedanken über eine dritte Welle.

Gute Nachrichten in Sachen Corona aus dem Kanton Zug: Am Nachmittag traten Regierungsrat Martin Pfister, Kantonsarzt Rudolf Hauri und die Direktoren des Zuger Kantonsspitals und der Hirslanden AndreasKlinik vor die Medien.

«Ich habe keine Hiobsbotschaft zu verkünden», sagte Gesundheitsdirektor Pfister. Die aktuellen Coronazahlen seien stabil, wenn auch auf hohem Niveau. Und Kantonsarzt Hauri ergänzte: Die 7-Tage-Inzidenz, also die Coronafälle kumuliert über sieben Tage, seien auch etwas rückläufig.

Auch das Contact Tracing, das in der jüngsten Vergangenheit an die Grenzen gestossen ist, funktioniere wieder. Man habe den Rückstand aufholen können und sei nun wieder auf dem aktuellen Stand.

«Wir dürfen uns die Situation nicht verspielen»

Gesundheitsdirektor Pfister wie auch Kantonsarzt Hauri warnten jedoch davor, sich nun in falscher Sicherheit zu wiegen. «Die Massnahmen müssen weiter so gut befolgt werden, damit wir diesen Stand halten oder gar verbessern können. Wir dürfen uns die Situation nicht verspielen.»

Derweil haben die Akutspitäler die Zusammenarbeit wieder aufgenommen. Das ausgearbeitete System habe sich bewährt, so Matthias Winistörfer, Direktor des Zuger Kantonsspitals. Das Kantonsspital behandle alle Covid-19-Patientinnen und -Patienten, die AndreasKlinik biete sofern notwendig pflegerische und ärztliche Unterstützung und übernimmt bei Bedarf Behandlungen vom Kantonsspital.

Momentan sind 33 Personen aufgrund einer Corona-Infektion im Kantonsspital in Behandlung, wobei vier Intensivpflege benötigen. «Die Zahl der auf der Bettenstation behandelten Covid-19-Patienten ist in den letzten Tagen leicht gesunken, die Belastung auf der Intensivstation aber weiterhin erheblich» erläuterte Spitaldirektor Matthias Winistörfer.

Dritte Welle für wird im Frühling erwartet

Während die zweite Welle noch im Gang ist, befasst sich der Kanton bereits mit einer dritten Welle. «Die nächste Phase wird ganz zentral sein. Mit welchen Massnahmen müssen wir den Abschwung begleiten und wie verhindern wir, dass eine dritte Welle unser Gesundheitssystem wieder überlastet? Diese Diskussionen führen wir im Moment», so Martin Pfister.

Laut Kantonsarzt Hauri ist die dritte Welle im Frühling zu erwarten. «Es kommt aber drauf an, wie sich die Bevölkerung verhält.» Die Schlüsselzeit würden die Sportferien darstellen. «Will man Sportferien wirklich durchführen, wenn man so massive Schutzkonzepte einhalten muss?» Auch Pfister sagt: «Schulen müssen sich das gut überlegen.»

Der Liveticker zum nachlesen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. November 2020 13:13
aktualisiert: 11. November 2020 18:33