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National League

Zug gewinnt auch gegen Lausanne

15. September 2021, 14:40 Uhr
Drei Spiele, drei Siege, acht Punkte: Dem EVZ ist der Saisonstart fast perfekt gelungen. Und dies, obwohl die Gegner mit Davos, den ZSC Lions und Bern alles andere als einfach waren.
Der Top-Scorer Anton Lander im Spiel zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions am Samstag.
© Keystone

Auf Platz 2 fiel der EHC Biel zurück. Die Seeländer gewannen das Spitzenspiel gegen den HC Fribourg-Gottéron mit 4:3 nach Verlängerung - nach einem 0:3-Rückstand bis zehn Minuten vor Schluss.

Hinter Zug und Biel reiht sich mit dem HC Ambri-Piotta ein weiteres ungeschlagenes Team auf Platz 3 ein. Ambri stellt das «Team der ersten Woche». Nach Siegen über die ZSC Lions (2:1/a) und Fribourg-Gottéron (6:2/h) besiegten die Leventiner auch die SCL Tigers (3:1/a).

Bern bereits wieder im Elend

Bereits wieder im Elend befindet sich Bern. Nach zwei enttäuschenden 9. Schlussrängen in der Qualifikation belegt der SCB nach der ersten Woche und nach vier Niederlagen den 13. und letzten Platz. In Genf setzte der SCB die Reihe der ungenügenden Leistungen nahtlos fort. Servette siegte hochverdient mit 3:1. Arnaud Jacquemet und Benjamin Antonietti gelangen nach 37 Minuten innerhalb von 35 Sekunden die Tore vom 1:1 zum 3:1. Servette hätte indes schon nach dem ersten Abschnitt deutlicher als 1:0 führen können.

Bern fehlten Ordnung, Tempo und Leidenschaft. Vor dem 0:1 bemerkten die Berner nicht, dass sie aus freien Stücken mit einem Feldspieler zu wenig spielten. Vor dem wegweisenden 1:2 leistete sich Cory Conacher, der fünf Minuten vorher für Bern ausgeglichen hatte, einen Quer- und Fehlpass in der eigenen Zone.

Packender Finish in Zug

Der EV Zug kam gegen Lausanne mit 3:1 im vierten Spiel zum vierten Sieg; Lausanne verlor auch das zweite (Auswärts-)Spiel.

Die Partie stand indes bis zuletzt auf Messers Schneide. Lausanne forderte den Meister. Die Waadtländer schossen öfter aufs Tor und erspielten sich mindestens gleich viele gute Torchancen.

Über die entscheidenden Szenen wurde am Ende viel diskutiert. Livio Stadlers Führungstor für den EV Zug wurde zuerst nicht, nach einer Challenge von Coach Dan Tangnes dann aber doch gegeben. In den Schlussminuten strebte Lausanne während 100 Sekunden mit sechs Feldspielern (ohne Torhüter) gegen nur drei Zuger den 2:2-Ausgleich an. Stattdessen kassierten die Lausanner durch einen Befreiungsschlag von Dario Simion nach 57 Minuten das entscheidende 1:3 ins leere Tor.

Überforderter Aufsteiger

Schon im zweiten (Heim-)Spiel nach dem Aufstieg erlebte der HC Ajoie, dass ihm in der National League eine steife Brise entgegenweht. Auf das 1:3 gegen Biel folgte ein 2:7 gegen den HC Lugano, der sich zuvor in den ersten zwei Spielen in der Offensive äusserst schwer getan hatte.

In Pruntrut lief es Lugano im Angriff viel besser. Lugano führte schon nach 15 Minuten 3:0. Die Tessiner trafen sogar mit einem Mann weniger auf dem Eis (4:0 durch Luca Fazzini). Sechs Schweizer Akteure des HC Lugano erzielten ihr erstes Saisontor; Romain Loeffel (der für nächste Saison den Wechsel nach Bern schon bekanntgegeben hat) traf sogar zweimal.

Bei Ajoie debütierte der 19-jährige Verteidiger Even Helfer. Bei Lugano bestritt Daniel Carr nach kurzer Verletzungspause das erste Meisterschaftsspiel. Carr hatte in der Champions Hockey League mit sieben Punkten aus vier Spielen brilliert; in der Ajoie skorte er aber noch nicht.

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(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 14. September 2021 19:25
aktualisiert: 15. September 2021 14:40