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Zuger Bossard-Gruppe knackt erstmals die 1-Milliarde-Marke

Rekordjahr

Zuger Bossard-Gruppe knackt erstmals die 1-Milliarde-Marke

· Online seit 01.03.2023, 10:58 Uhr
Bossard hat im Geschäftsjahr 2022 die Gewinnzahlen deutlich verbessert. Entsprechend soll auch die Dividende erhöht werden. Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 zeigt sich das Zuger Unternehmen für Verbindungstechnologie noch wenig konkret.
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Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,7 Prozent auf 141,5 Millionen Franken, wie Bossard am Mittwoch mitteilte. Die entsprechende Marge ging hingegen um 10 Basispunkte auf 12,3 Prozent zurück, da der bereits im Januar publizierte Umsatz noch etwas stärker anzog.

Der Konzerngewinn lag mit 105,6 Millionen Franken um 7,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Dividende soll entsprechend um 40 Rappen auf 5,50 Franken je Namenaktie erhöht werden. Damit hat Bossard ausser beim Reingewinn die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen.

Umsatzmilliarde geknackt

Der Umsatz wurde, wie erwähnt, bereits Mitte Januar vorgelegt. Er stieg um 15,9 Prozent auf 1,15 Milliarden Franken, womit erstmals die Umsatzmilliarde geknackt wurde. Dabei spielten auch Preiserhöhungen eine gewisse Rolle. Der starke Franken hingegen hat das Wachstum gebremst. In Lokalwährungen nahm der Umsatz um 18,4 Prozent zu.

Die positive Entwicklung des Geschäftsgangs der Gruppe, welche seit dem vierten Quartal 2020 anhalte, habe sich vor allem in Amerika und Asien fortgesetzt, heisst es im Geschäftsbericht. In Europa sei die Nachfrage trotz geopolitischer Spannungen auf einem konstant hohen Niveau geblieben.

Risiken und Chancen

Im Ausblick bleibt Bossard vage. Die Unsicherheiten in Bezug auf den Beschaffungsmarkt, die Entwicklung der Inflation, die Politik der Notenbanken und geopolitische Spannungen dürften auch im neuen Geschäftsjahr anhalten, heisst es.

Das volatile Marktumfeld biete indes auch Chancen, insbesondere in den Wachstumsindustrien Elektromobilität, Schienenfahrzeugbau, Elektronik und Gesundheitswesen, teilte Bossard mit. Die inflationsbedingten höheren Kosten und Löhne dürfte zudem die Nachfrage von automatisierten und digitalen Lösungen von Bossard unterstützen.

Bossard bestätigte die Mittelfristziele. So strebt die Gruppe weiterhin ein durchschnittliches organisches Wachstum von über 5 Prozent sowie eine EBIT-Marge von 12 bis 15 Prozent an. Die Eigenkapitalquote soll mindestens 40 Prozent betragen, die Ausschüttungsquote bei ebenfalls bei 40 Prozent liegen.

(sda)

veröffentlicht: 1. März 2023 10:58
aktualisiert: 1. März 2023 10:58
Quelle: sda

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