Vermischtes

Zuger Kirsch wird zu Desinfektionsmittel

24. März 2020, 18:54 Uhr
Reinigt neuerdings auch Hände: Zuger Kirsch der Firma Etter.
© Maria Schmid)/ Zuger Zeitung
Die Vorräte an Desinfektionsmitteln werden knapp. Nun geht der Kanton Zug die Produktion selber an und sucht dafür die Zusammenarbeit mit Apotheken und Kliniken. Die Grundbasis für die Desinfektionsmittel ist Zuger Kirsch APO, der von der Destillerie Etter bezogen wird.

Für die Bevölkerung gilt nach wie vor: Regelmässiges Händewaschen mit handelsüblicher Seife reicht aus, um sich gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Dennoch setzen viele auch auf vermehrtes Desinfizieren der Hände. 

Durch die gesteigerte Nachfrage sind nicht nur Desinfektionsmittel vielerorts ausverkauft, auch der Grundstoff Reinalkohol wird knapp. Dabei wäre besonders für medizinisches Fachpersonal Desinfektionsmittel nötig, um sich vor einer Weiterverbreitung zu schützen.

Kanton erhält 2,5 Tonnen Alkohol

Die Distillerie Etter verkauft deshalb zum Selbstkostenpreis einen Vorrat von rund 2,5 Tonnen Alkohol an den Kanton Zug, um daraus Desinfektionsmittel zu produzieren. Die Herstellung übernehmen verschiedene Zuger Apotheken und Kliniken. «Für uns ist es ein Glücksfall, dass wir vor Ort unkompliziert solche Mengen aufkaufen können», führt Gesundheitsdirektor Martin Pfister in der Medienmitteilung aus. Das produzierte Desinfektionsmittel ist ausschliesslich für den Gebrauch durch medizinisches Fachpersonal in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen im Kanton Zug vorgesehen.

(mua)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 24. März 2020 14:50
aktualisiert: 24. März 2020 18:54