Nach Schliessfachaktion

Zuger Polizei: «So eine Situation kann sehr schnell brenzlig werden»

16. Juli 2022, 06:13 Uhr
Drei junge Männer haben im Bahnhof Zug einen Rettungseinsatz ausgelöst. Einer von ihnen musste von der Feuerwehr aus einem Schliessfach befreit werden. Jetzt warnen die Zuger Polizei und Feuerwehr vor solchen Aktionen.
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In der Nacht auf Donnerstag kurz vor 4 Uhr kletterte aus Spass ein 18-Jähriger am Bahnhof Zug in ein Schliessfach für Gepäckstücke. Die beiden Kollegen haben anschliessend das Schliessfach zugesperrt. Remo Meyer, Einsatzleiter der Feuerwehr Zug, rückte nach dem Anruf der Jugendlichen mit seinem Team aus.

Angekommen bei dem Schliessfach, indem der Jugendliche eingesperrt wurde, war rasch klar: Der betroffenen Person ging es gesundheitlich gut. Das hätte aber auch schief gehen können: «Gerade jetzt im Sommer heizen sich die Schliessfächer schnell auf. Auf so engen Raum reagiert der Mensch mit Platzangst und bekommt schwer Luft. Da kann die Situation schnell kippen», sagt Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Polizei. Deshalb warnt er, dass so eine Aktion schnell lebensbedrohlich werden kann.

Gefahr wird unterschätzt

Glücklicherweise konnte der Jugendliche schnell aus der brenzligen Situation gerettet werden. Mit dem Hydraulikwerkzeug konnte die Türe des Schliessfachs gut aufgebrochen werden. Frank Kleiner appelliert an die Bevölkerung, so einen «Lausbubenstreich» auf keinen Fall nachzumachen.

(str)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Juli 2022 19:17
aktualisiert: 16. Juli 2022 06:13
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