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Nach Corona-Kundgebung

Zuger Sicherheitsvorsteher will Reden nachträglich überprüfen

3. Oktober 2021, 16:43 Uhr
Gegen 500 Massnahmen-Gegner haben sich am Samstag in Zug zu einer Kundgebung getroffen. Obschon der Anlass bewilligt war und friedlich blieb, könnte er ein juristisches Nachspiel haben. Dies kündigt der Zuger Sicherheitsvorsteher Urs Raschle an.

Die Teilnehmenden der Kundgebung auf dem Stierenmarktareal in Zug erlebten einen sechsstündigen Marathon der Worte. Es wurde über zahlreiche Themen referiert, doch die Corona-Pandemie war in vielen Reden nur nebensächlich. So hat ein Referent laut «Zentralplus» beispielsweise von der jüdischen Bankierfsfamilie Rotschild und von den Rockefellers gesprochen, die in verschwörerische Machenschaften verstrickt seien.

Ob es dabei zu allfälligen rassistischen oder antisemitischen Äusserungen gekommen ist, soll nun untersucht werden. Der Zuger Sicherheitsvorsteher Urs Raschle kündigt gegenüber dem Onlineportal an, die Inhalte der Reden in den nächsten Tagen anhand der aufgezeichneten Livestreams überprüfen zu wollen. «Sollten gewisse Inhalte gegen die Rassismusstrafnorm verstossen, würden wir rechtliche Schritte einleiten und die Verstösse zur Anzeige bringen.»

Aus polizeilicher Sicht ist es an der Kundgebung zu keinerlei Zwischenfällen gekommen. Auch seien weder Personen weggewiesen noch festgenommen worden (PilatusToday berichtete).

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 3. Oktober 2021 16:37
aktualisiert: 3. Oktober 2021 16:43