Kriminalität

Zugerin übergibt Betrügerin aus Mitleid 27'000 Franken

11. Juli 2022, 16:50 Uhr
Im Kanton Zug ist eine Frau festgenommen worden, weil sie sich gegenüber einer 74-Jährigen zu Unrecht als Bedürftige ausgegeben und von ihr 27'000 Franken ertrogen haben soll. Die Staatsanwaltschaft eröffnete gegen die 33-jährige Serbin ein Verfahren wegen mehrfachen Betrugs.
Die Zuger Polizei warnt, dass derzeit wieder Betrügerinnen und Betrüger aktiv seien. (Symbolbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Opfer sei im April auf der Strasse erstmals von der Frau angesprochen worden, teilten die Strafverfolgungsbehörden am Montag mit. Es habe ihr aus Mitleid 50 Franken gegeben.

Gemäss der Mitteilung tischte die mutmassliche Betrügerin dem Opfer seither immer neue Geschichten auf, um von ihr Geld zu erhalten. So erzählte sie, sie brauche Geld für eine Chemotherapie, dann weil ihrem Sohn im Kosovo eine Niere entfernt werden müssen oder weil eine Bekannte einen Not-Kaiserschnitt machen müsse.

Das Opfer habe das Geld jeweils im Glauben übergeben, dass es die mutmassliche Betrügerin nach einem Grundstückverkauf im Kosovo zurückbezahlen werde, teilten die Strafverfolgungsbehörden weiter mit. Beide Parteien hätten eine Rückzahlungsvereinbarung unterzeichnet.

Am vergangenen Mittwoch hob die 74-Jährige auf einer Bank in Oberägeri erneut 3000 Franken ab. Die Polizei erfuhr davon und konnte die mutmassliche Betrügerin in der Nähe des Ortes, wo das Geld übergeben werden sollte, festnehmen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. Juli 2022 16:49
aktualisiert: 11. Juli 2022 16:50
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