Lohnabrechnung

«Ich habe Architektur studiert, heute mache ich als Data Analyst 125’000 jährlich»

Lothar Josef Lechner Bazzanella, 19. August 2022, 13:25 Uhr
Zürich ist bekannt für seine hohen Löhne. Aber auch für teure Mieten. Neu reden wir mit Zürcherinnen und Zürchern über ihre Gehälter und was sie sich damit leisten. Heute im Fokus: Lucas*, der aus Tschechien nach Zürich gezogen ist und nun bis zu zehnmal im Jahr verreisst.
Früher studierte er Architektur. Als Data Analyst verdient er aber deutlich mehr. Für ihn ein Grund, Branche zu wechseln.
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Lucas, was machst du beruflich?

Ich bin Data Analyst. Sammle also Daten für meine Firma, werte diese aus und empfehle dementsprechend gewisse unternehmerische Schritte.

Was hast du für eine Ausbildung?

In meiner Heimat Tschechien habe ich ursprünglich Architektur studiert. Das hat nichts mit meiner heutigen Stelle zu tun. Die Tools hierfür habe ich mir praktisch selbst beigebracht. Und glücklicherweise eine Stelle im Kanton Zürich erhalten.

Und wie viel verdienst du in dieser Position?

Mein Einstiegsgehalt lag bei etwa 105'000 jährlich. Mittlerweile sind es rund 125'000 bei 100 Prozent Arbeitspensum. Das liegt etwas über dem branchenüblichen Zürcher Durchschnitt.

Befindet sich das Unternehmen in Zürich?

Nein, nicht ganz. Unser Sitz liegt in Opfikon, vor den Toren Zürichs sozusagen.

Wo lebst du?

Ich selbst lebe auch nicht im Zentrum Zürichs, sondern ein wenig ausserhalb. Ich bevorzuge grünere und vor allem ruhigere Wohngebiete. Ausserdem sind die Mieten ausserhalb deutlich günstiger.

Apropos Miete. Wie viel zahlst du für deine Wohnung?

Ich gebe monatlich knapp 2100 Franken für Miete aus. Garage inklusive. Eine vergleichbare Wohnung in Zürich würde mindestens 3000 Franken kosten.

Du verdienst 125'000 Franken im Jahr. Heruntergebrochen sind das etwa 9500 Franken brutto im Monat. Legst du regelmässig ein wenig Geld zur Seite?

Monatlich erhalte ich knapp 7100 Franken netto. Miete und Krankenversicherung abgezogen, bleiben mir da noch circa 4500 übrig. Mein Ziel ist es monatlich 2000 Franken anzusparen. Meistens schaffe ich aber nur so 1500.

Wie kommt das?

Ich bin schlichtweg ein schlechter Sparer. Ich bin der hohen Löhne wegen in die Schweiz gezogen. Nun aber habe ich mich an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt und gehe zum Beispiel gerne aus essen. Vor allem aber liebe ich es, zu reisen. Mittlerweile bin ich fast zehnmal im Jahr im Urlaub. Das geht auf die Brieftasche.

Bleibt das angesparte Geld bei dir auf dem Konto oder investiert du es?

Nein, es bleibt auf meinem Konto. Ich überlege mir immer wieder, ob ich damit vielleicht in Aktien investieren sollte. Aber schlussendlich ist mir das dann doch zu stressig.

*Name der Redaktion bekannt.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 19. August 2022 12:14
aktualisiert: 19. August 2022 13:25