Anzeige
Corona-Demo

Hunderte Massnahmengegner zogen durch Luzern +++ Strafanzeige eingereicht

22. Juli 2021, 22:10 Uhr
Gegen 14 Uhr am Montagabend haben sich zahlreiche Kritiker der Corona-Massnahmen in Luzern versammelt. Skandierend und fahnenschwingend werden sie von mehreren Dutzend Gegendemonstranten begleitet. Nun wurde Strafanzeige eingereicht.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Die Luzerner Polizei sprach auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 von rund 400 Teilnehmenden. Aus dem Lager der Antifa wurde im Vorfeld zu einer Gegendemonstration aufgerufen:

Gekommen seien rund 40 mehrheitlich junge Personen, schätzt unsere Reporterin vor Ort. Sie folgten den Massnahmengegnern, zwischendurch wurden auf beiden Seiten Mittelfinger erhoben. Es sei ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel gewesen. Augenzeugen berichten gegenüber PilatusToday und Tele 1 von vereinzelten Schlägereien zwischen Demonstranten und Gegen-Demonstranten. Mehrere Rechtsextreme hätten sich unter die Massnahmengegner gemischt, darunter auch solche aus Deutschland.

Polizei zieht Bilanz: zwei Festnahmen, 30 Wegweisungen, keine Auflösung

Laut Luzerner Polizei kam es an der Bahnhofstrasse zu Handgreiflichkeiten. Ein 36-jähriger Mann habe die Demonstrierenden attackiert, heisst es in einer Mitteilung. Der Schweizer wurde festgenommen. Ebenso ein 54-Jähriger, der Polizeikräfte angegriffen haben soll.

Die Luzerner Polizei spricht am Samstagabend dennoch von einer friedlichen Kundgebung. Weil man keine Eskalation riskieren wollte, habe man die Kundgebung nicht aufgelöst, so die Luzerner Polizei gegenüber PilatusToday und Tele 1. Zudem sei die ganze Stadt voller Menschen gewesen, welche bei einer allfälligen Auflösung mit Polizeigewalt zwischen die Fronten hätten geraten können.

Laut Polizei seien die Massnahmengegner quer durch Altstadt, Nationalquai, Haldenstrasse, Schwanenplatz, Bahnhofplatz, Inseliquai und zur Ufschötti gezogen, wo sich die Demo allmählich auflöste. Im Vorfeld seien 30 Wegweisungen ausgesprochen worden.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Auch Nicolas A. Rimoldi mit von der Partie

Auch der Freisinnige Nicolas A. Rimoldi, der zu den bekanntesten Massnahmen-Kritikern gehört, war an der Massnahmendemo zu sehen. Der Co-Päsident der jugendlichen Protestgruppe «Mass-Voll!» war am 25. Mai in der Tele 1 Sendung «Kontrovers» zu Gast und debattierte über das Covid-19-Gesetz.

Strafanzeige eingereicht

Wegen der illegalen Demonstration hat der Luzerner Jurist und Rimoldi-Rivale Loris Fabrizio Mainardi am Mittwoch Strafanzeige gegen Unbekannt sowie gegen Rimoldi eingereicht. Dies berichtet «Zentralplus». Mainardi prangert das untätige Verhalten der zuständigen Behörden an.

Auch von der Stadt Luzern droht Rimoldi eine Strafanzeige, berichtet «Zentralplus» am Donnerstag. Man prüfe den Sachverhalt aktuell und kläre unter anderem, welche Beteiligten gegen welche Strafbestimmungen verstossen haben.

Der Demonstrationszug startete in der Nähe des Kappelplatzes. Über die Spreuerbrücke bewegen sich die Querdenker in Richtung Bahnhofstrasse und Pilatusstrasse und gegen 15.15 Uhr in Richtung Ufschötti. Die Luzerner Polizei war mit einem grossen Aufgebot vor Ort und liess die unbewilligte Kundgebung gewähren.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. Juni 2021 14:43
aktualisiert: 22. Juli 2021 22:10