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Dunkles Kapitel

Verein in Sursee gedenkt verbrannter Hexen

16. August 2021, 08:10 Uhr
Es ist eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte von Sursee. Im Mittelalter und vor allem in der Frühen Neuzeit wurden fast 60 Frauen als Hexen verurteilt, gefoltert und schliesslich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ein Verein will dieses Kapitel neu aufarbeiten.
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Quelle: Tele 1

Am Sonntag fand auf dem Rathausplatz in Sursee ein Anlass statt, bei dem der verbrannten Frauen gedenkt wurde. Denn, Sursee war eine Hochburg, wenn es um Hexenverbrennungen geht. Die Kleinstadt war eine Untertanin der Stadt Luzern und wollte mit jeder Hinrichtung beweisen, dass sie eigenständig und nicht auf Luzern angewiesen ist.

Innerhalb der Stadtmauern von Sursee lebten damals 900 Personen, 60 davon wurden als Hexen umgebracht. Das heisst, jede 15. Person war betroffen – und damit wohl auch praktisch jede Familie zu dieser Zeit.

Den Anlass organisiert hat der Verein «TheFemaleCollective». Er ist der Ansicht, dass es Zeit ist, Licht ins dunkle Kapitel der Hexenverbrennung zu bringen. «Unsere Absicht ist, den schuldig Gesprochenen die Anerkennung zu geben, dass dies nicht rechtens war», sagt Amanda Jud, Präsidentin des Vereins.

Was für eine Rolle die Kirche in der Hexenverfolgung gespielt hat, erfährst du im Video oben.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. August 2021 06:49
aktualisiert: 16. August 2021 08:10