Stadt Zug

Modellbau schafft Platz für 400 ukrainische Flüchtlinge

14. November 2022, 20:45 Uhr
Noch immer kommen Woche für Woche viele Flüchtlinge aus der Ukraine in die Schweiz. Die Kantone sind dazu verpflichtet, eine gewisse Anzahl Flüchtlinge aufzunehmen, auch wenn an vielen Orten der Platz fehlt. So auch im Kanton Zug. Darum hat dieser nun einen Modellbau gekauft.

Quelle: Tele 1

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Noch immer kommen Woche für Woche viele Flüchtlinge aus der Ukraine in die Schweiz. Die Kantone sind dazu verpflichtet, eine gewisse Anzahl Flüchtlinge aufzunehmen, auch wenn an vielen Orten der Platz fehlt. So auch im Kanton Zug. Darum hat dieser nun einen Modellbau gekauft.

Dieser Modellbau wurde bis Anfang des Jahres noch in Ebikon als Altersheim benutzt. Er diente als Provisorium fürs Alterszentrum St. Anna. Nun steht er wieder zur Verfügung und der Kanton Zug hat ihn gekauft. Anstatt Senioren und Seniorinnen leben in diesem Bau schon bald 400 ukrainische Flüchtlinge.

Kostenpunkt: 13 Millionen Franken

Für den Kanton Zug war klar, dass sie beim Kauf des Modellbaus sofort zuschlagen müssen, erklärt Andreas Hostetter von der Direktion des Innern: «Uns war bewusst, dass wir sicher nicht die einzigen sind, welche an diesem Bau interessiert sind. Darum waren wir sehr froh, dass der Kanton Zug die finanziellen Möglichkeiten für so einen Kauf hat.»

Der Modellbau und der Aufbau kosten nämlich rund 13 Millionen Franken. Mit dem Aufbau konnte sogar schon begonnen werden, da der Kanton die Baubewilligung schon erhalten hat. Die Unterkunft für die gut 400 Ukrainerinnen und Ukrainer liegt ein wenig ausserhalb der Stadt Zug, im Industriegebiet neben dem Energieversorger WWZ.

Neben Wohnungen gibt es auch Schulzimmer

Neben Wohnungen wird es im gut 100 Meter langen und 25 Meter breiten Bau auch Schulzimmer geben. Dort sollen ukrainische Kinder von der 2. bis zur 6. Klasse unterrichtet werden. Die Bildungsdirektorin der Stadt Zug, Vroni Straub, ist froh, dass der Kanton diese Möglichkeit anbietet: «Wir haben in der Stadt Zug einfach nicht genügend Schulraum. Darum kommt uns diese Lösung mit den Schulzimmern im Modellbau sehr entgegen.»

Der Bau der Flüchtlingsunterkunft geht nun Schritt für Schritt weiter. Im August 2023 sollten die Ukrainerinnen und Ukrainer dann einziehen können.

(van)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. November 2022 07:14
aktualisiert: 15. November 2022 07:14