Keine Ausnahmen mehr

Alain Berset will den «Lockdown-light» verlängern

4. Januar 2021, 17:59 Uhr
Gesundheitsminister Alain Berset will den «Lockdown-light» verlängern. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Beizen, Fitnesscenter und Museen sind bis am 22. Januar geschlossen. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, will Gesundheitsminister Alain Berset diesen Lockdown-light bis Ende Februar verlängern – und gegebenenfalls noch schärfere Massnahmen bestimmen.

Auch Läden sollen weiterhin um 19.00 Uhr schliessen und Sonntagsverkäufe bleiben verboten. Dies sei der Vorschlag von Gesundheitsminister Alain Berset, weil sich die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen nicht deutlich verbessert hätten.

Gemäss «Blick» sind Bersets Chancen gross, dass seine Forderungen eine Mehrheit finden in der Landesregierung. Die nächste Medienkonferenz des Bundesrates ist am Mittwoch, 6. Januar.

Schweizweit die gleichen Massnahmen

Kantone, deren R-Wert sieben Tage lang bei höchstens 0,9 liegt, dürfen aktuell Ausnahmen von den geltenden Regeln machen. Für diese «Vorbild-Kantone» wolle Berset aber künftig keine Ausnahmen mehr erlauben. Der R-Wert sei ein ungenauer Messwert, der zu sehr die Vergangenheit abbildet.

Berset will noch schärfere Massnahmen

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, schlägt Berset dem Bundesrat am Mittwoch gar noch eine Verschärfung der Massnahmen ab dem 13. Januar vor – sollte sich die Situation bis dahin nicht bessern:

  • Schweizweite Schliessung aller Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen
  • Erneute Schliessung der Schulen
  • Verschärfte Vorgaben fürs Homeoffice (bisher erst Empfehlung)

Es handelt sich im Moment erst um Vorschläge vom Gesundheitsministerium, die in Bern diskutiert werden. Ob Berset seine Ideen am Mittwoch dem Gesamtbundesrat auch wirklich beantragen wird, hängt von den Reaktionen der anderen Departemente ab.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. Januar 2021 17:44
aktualisiert: 4. Januar 2021 17:59