«Oberpeinlich»

GastroSuisse rechnet mit dem Bundesrat ab

19. März 2021, 17:13 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit

Keine Öffnungen für Restaurant-Terrassen: Der Bundesrat hat am Freitag keinem weiteren Öffnungsschritt zugestimmt. Sehr zur Enttäuschung der Gastrobranche.

Casimir Platzer, Präsident GastroSuisse, findet klare Worte: Das Verhalten der Regierung sei oberpeinlich, der Bundesrat wolle die Branche in den Abgrund treiben und verhalte sich höchst unglaubwürdig. Die wichtigsten Aussagen im Video.

«Kurswechsel, aber in die falsche Richtung»

Das überaus zögerliche Vorgehen des Bundesrates verschärfe die Lage im Gastgewerbe weiter, hiess es zudem am Freitag in einer Mitteilung. «Es bleibt absolut unverständlich, weshalb der Bundesrat den Branchen-Lockdown nicht sofort aufheben will.» Gastrosuisse fordert einen anderen Umgang mit der Pandemie und eine Anpassung der Strategie.

Der Bundesrat ignoriere mit dem «Berufsverbot fürs Gastgewerbe» nicht nur den Wunsch der Bevölkerung nach einer Öffnung, er stelle sich mit seinem Entscheid auch gegen die Mehrheit der Kantone. Zudem sei die Ansteckungsgefahr in Restaurants nachweislich gering.

Jeder fünfte Betrieb dicht gemacht

«Der wirtschaftliche, aber auch der gesundheitliche Schaden bei den Personen, die von der Schliessung betroffen sind, überwiegt schwer», liess sich Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer in der Mitteilung zitieren. Jeder fünfte Betrieb habe bereits dicht machen müssen. Weitere 20 Prozent im Gastgewerbe stünden kurz davor.

Tragisch bleibe auch, dass die À-fonds-perdu-Beiträge nicht ankämen und sich im Parlament in der am Freitag beendeten Session keine Mehrheit für die Streichung von Ungleichbehandlungen und Ungerechtigkeiten gefunden habe.

(red./sda)

Quelle: PilatusToday/SDA
veröffentlicht: 19. März 2021 17:05
aktualisiert: 19. März 2021 17:13