Anzeige
Antworten nach Bundes-Info

«Mit der Impfung können wir die Pandemie beenden»

9. März 2021, 16:23 Uhr
Die Experten des Bundes haben heute Dienstag bei der wöchentlichen «Point de Presse» über die aktuelle Corona-Lage in der Schweiz informiert. Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten der Medienkonferenz.
Martin Ackermann, Präsident der COVID-19 Science Task Force.
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Wie ist die aktuelle Lage in der Schweiz?

Nachdem die Fallzahlen in den vergangenen zwei Wochen stagniert sind, steigen sie nun wieder leicht an. «Die Entwicklung der Pandemie bleibt ungewiss», meint Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle des BAG.

Dies bestätigt auch Martin Ackermann, Präsident der Corona-Taskforce. Es brauche daher weiterhin «grosse Anstrengungen» der ganzen Bevölkerung, die Kontakte einzuschränken und die Mobilität zu senken.

Ackermann: Deshalb ist die Corona-Lage so unsicher

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit

Gibt es Grund zur Hoffnung?

Martin Ackermann erläutert an der Medienkonferenz nochmals die Faktoren, welche die Zunahme der Fallzahlen eindämmen können. «Massentests, draussen aufhalten und Immunisierung durch Erkrankung oder Impfung», meint er.

Massentests seien sehr sinnvoll, vor allem beispielsweise auch in grösseren Unternehmen. Ackermann schlägt vor, möglichst zweimal pro Woche zu testen. Der grosse Hoffnungsträger bleibe jedoch die Impfung.

Aktueller Stand der Impfung?

«Wir erhalten jeden Monat konstant mehr Impfdosen», sagt Nora Konig, Vizedirektorin und Leiterin Internationales des BAG und fügt hinzu: «Wir bleiben aktiv bei der Beschaffung.»

Sie bestätigt bei der Medienkonferenz nochmals: «Bis Ende Juni sollen alle Impfwilligen geimpft sein.»

Ackermann: «Jeden Tag, an dem wir mehr impfen, haben wir mehr gewonnen.»

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit

Wann gibt es wieder Normalität?

Ackermann meint, dass es nicht einen einzigen grossen Schritt in die Normalität geben werde. «Dies geschieht schrittweise», sagt er. Auch betont er, dass es wohl ohnehin nach der Pandemie nicht mehr so «normal» sein wird wie früher. «Ich werde öfters eine Maske tragen», erklärt er.

Eine konkrete Prognose, wann wieder «Normalität» einkehren werde, will und könne er noch nicht machen.

Wird Corona verschwinden?

Es sei ein mögliches wissenschaftliches Szenario, dass Corona ähnlich wie die saisonale Grippe weiterhin auftreten werde, erklärt Ackermann. «Es sind jedoch noch viele Fragen offen», ergänzt er.

Warum sollen die Massnahmen trotz Impfung der Risiko-Patienten eingehalten werden?

Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, antwortet auf diese Frage folgendermassen: «Erstens sind noch lange nicht alle vulnerable Personen geimpft. Zweitens gibt es noch viele weitere Personen, welche wir zwar nicht als vulnerable bezeichnen, die jedoch einen ernsthaften Krankheitsverlauf und ernste Schädigungen haben können. Diese gilt es ebenfalls zu schützen.»

Können Geimpfte soziale Aktivitäten hochfahren?

«Mittlerweile sind die meisten Alters- und Pflegeheime durchgeimpft», sagt Virginie Masserey. Die Bewohner würden untereinander wieder Aktivitäten durchführen und gewisse Besuchsregeln könnten gelockert werden.

Es sei jedoch weiterhin wichtig, die Hygienemassnahmen, trotz Impfung, einzuhalten. «Wir wissen noch nicht, wie die Impfung vor einer Ansteckung schützt», ergänzt sie.

Kann der Pandemieverlauf im Wasser erkannt werden?

«Ja», sagt Christoph Ort, Gruppenleiter Abteilung Siedlungswasserwirtschaft Eawag:

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit

«Wir können den Verlauf der Pandemie anhand unserer Proben ziemlich gut nachvollziehen», so Ort. Erste positive Covid-Proben wurden übrigens bereits Ende Februar, also vor dem ersten Labor-bestätigen Fall, im Tessin erkannt.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 9. März 2021 16:18
aktualisiert: 9. März 2021 16:23