Google

So googlen wir in der Krise

1. April 2020, 10:28 Uhr
Die Coronakrise verändert unseren Alltag radikal – Homeoffice, keine Schule, wenn immer möglich zu Hause bleiben. Da scheint es nur logisch, dass sich auch unser Suchverhalten ändert.
Was googlen wir in der Krise?
© Keystone

Seit Corona ist nichts mehr, wie es vorher war. Unser Alltag hat sich teilweise um 180 Grad geändert. Aber nicht nur unser öffentliches Leben hat sich verändert, sondern auch unsere Online-Gewohnheiten, genauer: Unser Suchverhalten.

Seit dem Lockdown sind nämlich ganz neue Suche-Trends vorhanden. Insbesondere Do-it-yourself-Sachen sind hoch im Kurs. Ein Thema, das mittlerweile in jedem Haushalt angekommen sein dürfte, ist das Haare schneiden. Seit ja bekanntlich sämtliche Coiffeur-Salons geschlossen haben, muss man sich selber helfen. Der Such-Begriff «Haare schneiden» ist denn auch in den letzten drei Wochen rund 70 Prozent mehr gesucht worden als üblich. Dies zeigt eine Auswertung von Google Trends.

Die Leute suchen im Internet vermehrt danach, wie sie sich die Haare schneiden können.
© pixabay

Auch bei den Begriffen «basteln» und «backen» gibt es ähnlich steile Anstiege.

Auch nach dem Begriff «backen» wird vermehrt gesucht.
© pixabay

Und auch das Gärtnern ist im Trend, der Begriff «Setzling bestellen» ist richtigehend explodiert – eine Zunahme von über 90 Prozent.

Die Anfrage zu den Themen «Gärtnern» ist um 90 Prozent gestiegen
© pixabay

Neue Promis braucht das Land

Aber nicht nur unser persönliches Wohl suchen wir auf Google, sondern auch das Leben anderer, vor allem prominenter Menschen interessiert uns. Hat sich in dem Bereich unser Verhalten ebenfalls geändert?

Unsere Schweizer Bevölkerung interessiert sich plötzlich sehr viel stärker als sonst für den Bundesrat. Beispielsweise Gesundheitsminister Alain Berset wird im Moment mehr gesucht als die Fussballstars Lionel Messi und Christiano Ronaldo. Noch mehr gesucht wird natürlich der Mann der Stunde, Daniel Koch, der uns immer kompetent über die Lage rund um das Coronavirus informiert.

Krisen-Kommunikator in schweren Coronavirus-Zeiten: Daniel Koch.
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Kein Sport, kein Google

Wo es Gewinner gibt, sind oft die Verlierer auch nicht weit. Vor allem nach Sport wird viel weniger gesucht. Die Suchanfragen nach den grossen europäischen Fussballligen, wie die deutsche Bundesliga oder die englische Premier League, sind total zusammengebrochen.

Nach Sport sucht im Internet gerade niemand...

© KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Was jeder wissen musste

Ehemals trendige Begriffe wie «Notvorrat», «Hamsterkäufe» oder «WC Papier» sind nach einem steilen Anstieg vor einigen Wochen bereits wieder abgeflacht. Genau das gleiche gilt für die Suchanfragen nach Hotels oder Tagesausflügen. Mittlerweile wieder gesunken sind auch die Google-Suchen nach Händewäsche und Handcrème, die beide im Februar extrem stark gesucht waren.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 31. März 2020 22:23
aktualisiert: 1. April 2020 10:28
Anzeige