Priester vergleicht Missbrauch mit Antisemitismus

12. Juni 2015, 09:00 Uhr

In Rom hat Papst Benedikt der 16te gestern Abend mit Tausenden von Gläubigen den Kreuzweg gebetet. Die Zeremonie am antiken Kolosseum war begleitet von strengen Sicherheitsvorkehrungen. Für viel Kritik sorgte derweil die Predigt eines ranghohen Priesters im Vatikan. Im Zusammenhang des Missbrauchsskandals wehrte er sich gegen die Angriffe auf den Papst und die kollektive Verurteilung der Katholischen Kirche. Dabei sagte er, die Juden wüssten, was es bedeute Opfer von kollektiver Gewalt zu sein. Vertreter des Judentums reagierten mit Empörung auf diesen Vergleich. Der Vatikan distanzierte sich anschliessend von den Aussagen.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 09:00