Stadtrat will Kontrollen im Sozialbereich nicht verstärken

12.06.2015, 01:15 Uhr
· Online seit 01.01.2000, 00:00 Uhr
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In der Stadt Zug soll es bei der Sozialhilfe keine zusätzlichen Kontrollen gegen Missbrauch geben. Der Stadtrat erachtet es nicht als notwendig, zusätzliche Stellen zu schaffen oder externe Unternehmen zu beauftragen, um Sozialhilfe-Betrüger zu überführen. Die heutigen Kontrollen würden genügen, heisst es in einer Antwort des Stadtrates auf einen Vorstoss aus dem Stadtparlament. Zwei CVP-Politiker wollten vom Stadtrat wissen, warum die Leistungen in der Sozialhilfe innerhalb von fünf Jahren um die Hälfte angestiegen sind. Heute zahle die Stadt Zug mehr als 3 Millionen Franken an Menschen, die unter dem Existenzminimum leben. Bei der Bevölkerung gebe es vermehrt den Eindruck, dass Leistungen unrechtmässig erschlichen würden. Der Stadtrat schreibt in seiner Antwort, bei jährlich 440 Sozialhilfe-Fällen seien nur bei 25 Fällen Unregelmässigkeiten aufgetaucht. Deshalb brauche es nicht mehr Kontrollen.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 01:15

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