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Nix für «Gfrörlis»

In dieser Badi kannst du im Winter schwimmen gehen

Krisztina Scherrer, 4. September 2021, 17:23 Uhr
In Arosa soll eine Eisbadi entstehen. Richtig gehört: eine Badi, die im Winter offen hat. Die Idee ist vom Verein Eisbad Arosa – ein Verein aus Freunden, die Freude am Eisbaden haben. Das soll ab diesem Dezember für alle möglich sein.

Stell dir vor, du bist in Arosa, der Untersee glitzert, angestrahlt von der warmen Sonne und Menschen in Badehosen gehen ins Wasser – und das alles im Winter, bei Schnee und Eis(eskälte). Das ganze nennt sich Eisbaden und ist ein Hobby von David Knittel. Der 33-jährige Lehrer pendelt zwischen Bern und Arosa und wenn er im Winter in den Bündner Bergen ist, lässt er sich das Baden in Eiswasser nicht nehmen.

Tägliches Eisbaden im Untersee in Arosa

«Vor zwei Jahren haben Freunde von mir mit dem Eisbaden angefangen», so Knittel. «Ich habe das auch ausprobiert und es hat mich sofort gepackt.» Seitdem ist er bei jeder Gelegenheit in den See gesprungen – im Winter versteht sich. «Letzte Saison war ich nur etwa vier Tage nicht schwimmen.»

Das Eisbaden hat ihn gepackt und deshalb sollen auch andere an diesem speziellen Erlebnis teilhaben. «Letzten Winter haben wir fast täglich ein Loch im Untersee freigegraben, sind schwimmen gegangen.» Weil sie wegen des Lockdowns etwas Zeit übrig hatten, wollten sich die Freunde am See einen schönen Ort schaffen. Sie haben zum Beispiel Eistürme gebaut. «Das hat auch andere Leute angezogen die entweder schwimmen gingen oder sich das Ganze einfach nur anschauten. Da dachten wir: Dann können wir das grad richtig machen.»

So soll die Eisbadi in Arosa aussehen.
© zVg

Eiskalt Baden und dann «sünele»

Jetzt plant der Verein Eisbadi Arosa ein Badi-Feeling der besonderen Art. Ein Bade- und Saunaplatz und ein Platz zum «Sünele» stehen auf der ToDo-Liste. Damit das ganze Projekt finanziert werden kann, hat der Verein ein Crowdfunding gestartet. «Das Crowdfunding läuft bisher gut. Nach einem Tag hatten wir schon 20'000 Franken zusammen», so Knittel. Mit dem gespendeten Geld sollen der Sauna- und Ruhewagen finanziert werden.

Die Eisbadi soll ein Ort für alle werden: Von Touristen bis zu den Einheimischen, von Jung bis Alt. «Wir haben verschiedene Angebote: Man kann baden, in die Sauna und sich sonnen. Wenn es genug Schnee hat, bauen wir für die Kinder ein Iglu oder Schneelabyrinth.» Für alle, die noch nie Eisschwimmen waren, verrät Knittel, was ihn daran fasziniert: «Du gehst da rein und es ist richtig kalt. Dann kommst du aus dem Wasser, dein Körper gibt Vollgas, dir wird warm und du realisierts, hey ich habs geschafft! Das ist ein unglaubliches Gefühl.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. August 2021 05:48
aktualisiert: 4. September 2021 17:23