Pfeiffersches Drüsenfieber

«Olympia-Siegerin im TV-Gucken» – so geht Gisin mit der Schock-Diagnose um

29. Juli 2021, 17:41 Uhr
Eigentlich wollte sie langsam wieder zurück auf die Ski, dann kam das Pfeiffersche Drüsenfieber dazwischen. Seither kämpft Ski-Star Michelle Gisin mit Schmerzen und Müdigkeit. Im Interview erzählt sie uns, wie sie die Krankheit erlebt und weshalb Olympia ihr Kraft in dieser schweren Zeit gibt.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass Gisin am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist. (Archivbild)
© Keystone

Angefangen habe es mit Halsschmerzen und Müdigkeit, erzählt Michelle Gisin gegenüber PilatusToday. Die übliche Power im Training habe gefehlt, nach fünf Tagen fühlte sich die Allrounderin wieder besser. «Ich dachte es wäre eine normale Erkältung.»

Doch statt wieder Vollgas zu geben, ging es Michelle von Tag zu Tag schlechter. Seit zwei Wochen kämpft sie mit Müdigkeit, Gliederschmerzen. Sie erzählt von einem Auf und Ab: «Es gibt Momente wie jetzt, in denen es mir besser geht und andere, wo sich der Zustand verschlechtert.»

An sportliche Aktivitäten sei derzeit nicht zu denken, «erst wenn ich zwei Wochen symptomfrei bin, kann ich langsam wieder einsteigen», sagt Gisin. Immerhin sei sie nicht verletzt, gibt sich die Skifahrerin positiv.

Olympia-Siegerin im TV-Gucken

Die Zeit der Genesung verbringt Michelle Gisin momentan vor allem vor dem Fernseher, wo sie die Olympischen Spiele verfolgt. Dies sei für sie immer ein Highlight und helfe ihr, immer positiv zu bleiben. «Ich bin jetzt Olympia-Siegerin im Fernsehen schauen», scherzt die Olympia-Siegerin in der Alpinen Kombination. Ein kleiner Lichtblick in dieser schwierigen Zeit, denn:

Wann genau sie wieder auf die Skier zurückkehren kann, ist noch unklar. Ihr Ziel: «Im Herbst wieder zurück in den Schnee.»

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. Juli 2021 17:15
aktualisiert: 29. Juli 2021 17:41
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