Sterbehilfe

913 Leidende schieden letztes Jahr mit Exit-Hilfe aus dem Leben

22. Februar 2021, 11:02 Uhr
Freitod mit Hilfe von Exit bleibt für viele Menschen eine Option: Gestelltes Bild. (Themenbild)
© KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI
Im letzten Jahr sind 913 Menschen mit Hilfe von Exit in der Deutschschweiz und im Tessin aus dem Leben geschieden. Neu stiessen über 11'000 neue Mitglieder zu der als Verein organisierten Sterbehilfeorganisation. Damit hält das Mitgliederwachstum seit zwölf Jahren an.

Die Option der Freitodbegleitung bleibe ein starkes Bedürfnis in der Schweizer Bevölkerung, liess die Organisation Exit Deutsche Schweiz am Freitag verlauten. Sie zählte Ende 2020 gut 135'000 Mitglieder. 2021 kamen bis Mitte Februar rund 1700 Beitritte hinzu.

Exit erhielt 2020 rund 3600 Anfragen für eine Freitodbegleitung. Abklärungen wurden bei 1185 Mitgliedern vorgenommen, 33 weniger als 2019 und 22 mehr 2018. 913 Kranke gingen im vergangenen Jahr mit Hilfe von Exit in den Tod und damit 51 mehr als 2019.

Als Ursache der stetig steigenden Zahlen wird neben dem Mitgliederzuwachs auch die steigende Alterung der Gesellschaft genannt. Das Durchschnittsalter der begleiteten Menschen liegt bei 78,7 Die Männer waren im Jahr 2020 mit 77,4 Jahren im Schnitt bei einer Begleitung gleich alt wie im Jahr zuvor, hingegen stieg bei den Frauen das Durchschnittsalter um 7 Monate auf 79,6 Jahre.

(red.)

Quelle: SDA / PilatusToday
veröffentlicht: 19. Februar 2021 11:25
aktualisiert: 22. Februar 2021 11:02