Einkaufstourismus

Baden-Württemberg will Grenzverkehr für Touristen und Shopper einschränken

22. Dezember 2020, 13:59 Uhr
So sah es am 20. Juni aus – am ersten Wochenende nach den Lockerungen des Lockdowns der Coronakrise in Konstanz (D).
© Donato Caspari
Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg will mit einer Quarantänepflicht den kleinen Grenzverkehr für Einkaufstouristen aus der Schweiz deutlich einschränken.

Der geplante Schritt würde dazu führen, dass weder grenznahe Deutsche in der Schweiz Ski fahren noch die Schweizer im Supermarkt ennet dem Rhein einkaufen könnten. Hintergrund der jüngsten Verschärfung soll laut Informationen der deutschen Nachrichtenagentur DPA vom Dienstag die epidemiologische Lage im Südwesten Deutschlands und in den Grenzregionen sein.

«Die Gefahr, dass durch Ein- und Rückreisen nach Baden-Württemberg zusätzliche Infektionsherde im Inland entstehen, soll eingeschränkt werden», zitiert die DPA Stuttgarter Regierungskreise. Zuerst über die Pläne zur Verschärfung berichtet hatte das «Badische Tagblatt».

Für Pendler, Handel und Familien soll Grenze offen bleiben

Die Regelung soll jedoch weiterhin quarantänefreie Einreisen aus beruflichen, schulischen, medizinischen oder familiär bedingten Gründen ermöglichen. Die neue Verordnung soll noch am Dienstag beschlossen und in Kraft gesetzt werden. Baden-Württemberg würde mit der Verschärfung einen Schritt vollziehen, den das Bundesland Bayern schon Ende November vollzogen hatte.

Bislang dürfen Schweizerinnen und Schweizer aus den Grenzkantonen für Kurzbesuche von maximal 24 Stunden weiterhin ein- und ausreisen. Dies auch zum Einkaufen. Anders in der ersten Welle im Frühling: Damals waren die Grenzen ausser für Berufspendler dicht. Auch private Gründe erlaubten damals keine Querung des Rheins. (sat/rwa)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 22. Dezember 2020 13:51
aktualisiert: 22. Dezember 2020 13:59