5G

Bundesrat lehnt höhere Grenzwerte bei Strahlenbelastung ab

22. April 2020, 15:24 Uhr
Die Grenzwerte bei der Strahlenbelastung werden vorerst nicht gelockert.
© Keystone
Trotz Ausbau des 5G-Netzes lehnt es der Bundesrat ab, die Grenzwerte für die Strahlenbelastung zu lockern. Bei den Grundlagen für die Strahlenmessung der Antennen ist Geduld gefragt.

Der Bundesrat hat am Mittwoch über das weitere Vorgehen im Mobilfunk-Bereich entschieden. 5G spiele bei der Digitalisierung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig wecke die Einführung und der Ausbau des neuen Mobilfunk-Standards in der Bevölkerung Vorbehalte, heisst es in einer Mitteilung des Umweltdepartements (Uvek).

Der Bundesrat hat das Uvek deshalb beauftragt, eine Vollzugshilfe für den Umgang mit den neuen adaptiven Antennen zu erarbeiten. Diese senden Signale gezielt in Richtung des Handys. Um Transparenz über die tatsächliche Belastung zu schaffen, sind zunächst Testmessungen notwendig. Bis diese vorliegen, werden adaptive Antennen gleich wie konventionelle beurteilt. Damit sei der Schutz der Bevölkerung jederzeit gewährleistet, versichert der Bundesrat.

Den Grenzwert bei der nichtionisierenden Strahlung will er vorderhand beibehalten. Das Parlament hatte es zweimal abgelehnt, die Grenzwerte zu lockern. Eine Arbeitsgruppe des Bundes konnte sich ebenfalls auf keine Empfehlung einigen. (rwa) 

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 22. April 2020 14:22
aktualisiert: 22. April 2020 15:24