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Bunt, feuchtfröhlich und Haare voller Konfetti – das war der Zibelemärit 2023

Berner Volksfest

Bunt, feuchtfröhlich und Haare voller Konfetti – das war der Zibelemärit 2023

27.11.2023, 19:40 Uhr
· Online seit 27.11.2023, 05:39 Uhr
Ein Gläschen Glühwein, farbiges Konfetti und tonnenweise Zwiebeln: Das dürfte für die meisten zum Zibelemärit gehören. Auch 2023 begeistert der Traditionsanlass wieder Jung und Alt – egal, ob aus Bern, aus anderen Kantonen oder sogar aus dem Ausland.

Quelle: BärnToday / Mirjam Klaus / Max Saladin / Warner Nattiel

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Der Zibelemärit gehört zu Bern wie das Bundeshaus, die Aare oder die Young Boys. Entsprechend früh waren die ersten Zibelemärit-Fans unterwegs: Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Marktbeginn um 5 Uhr sind erste Besucherinnen und Besucher über den Bundesplatz spaziert und haben die Stände inspiziert. Nur eine Stunde später, um etwa 6 Uhr, bildeten sich vor den Glühwein-Ständen bereits erste Warteschlangen.

Der Wille, den Anlass schon früh zu besuchen, war also bei vielen vorhanden da – sei es vor der Arbeit oder auch an einem freien Tag. Warum diese Mühe auf sich nehmen? Unsere Umfragen unter den Zibelemärit-Fans zeigen: Glühwein ist ein oft genannter Grund. «Es ist die dritte Tasse, and it’s going great», verriet eine Besucherin. Doch nicht nur der klassische rote oder weisse Glühwein kamen gut an, sondern auch die Variante ohne Alkohol.

Und: die Stimmung. Von «Ich besuche den Zibelemärit, wann immer ich kann» bis «Ich war noch nie hier» hat die BärnToday-Redaktion alles gehört. In einem waren sich aber alle Befragten einig: Die Stimmung sei grandios. Dies zeigte sich nicht nur im Glühwein-Konsum, sondern auch in ausgefallenen Konfetti-Schlachten (an denen nicht nur Kinder teilnahmen), an den Hämmerchen, mit denen man zwischendurch eines auf den «Gring» bekam, oder an den Besucherinnen und Besuchern, die teilweise aus der ganzen Schweiz und dem Ausland angereist waren.

«Bäredräck», Umzug und «Zibelegring» prägen die Veranstaltung mit

Natürlich ist es nicht nur der Markt, der den Zibelemärit ausmacht – Veranstaltungen wie die Verleihung des «Bäredräck» sorgen für ein interessantes Rahmenprogramm rund um das Volksfest. Diesjährige Preisträgerin ist Christine Wyss, Gründerin und Organisatorin des Festivals Buskers Bern. Der «Bäredräck» wurde ihr am Zibelemärit-Zmorge verliehen, das um 7 Uhr morgens im Hotel Schweizerhof stattfand. «Der Preis ist eine Anerkennung für 20 Jahre harte Arbeit und motiviert, noch ein paar Jahre weiterzumachen», sagte die frisch gebackene «Bäredräck»-Preisträgerin im Interview mit BärnToday.

Ein anderer Anlass prägt den Zibelemärit ebenso: Der traditionelle Umzug der Berner Stadtschützen vom Rathaus bis zum Kursaal – Pferde und Salutschüsse inklusive. Im Rahmen eines Mittagessens für geladene Gäste haben die Stadtschützen im Kursaal den «Zibelegring» dieses Jahres verliehen. Der Preis geht jeweils an eine «Persönlichkeit, die durch ihr Engagement in Bern für die Wirtschaft, die Gesellschaft oder den Standort Bern Aussergewöhnliches leistet oder geleistet hat.» Heuer darf sich der ehemalige CS-Banker Hans-Ulrich Müller über die Ehre freuen. Er ist damit Nachfolger der Warenhauschefin Nicole Loeb.

Bis am Nachmittag bliebs ruhig

Was bleibt vom diesjährigen Zibelemärit? Dass nicht mehr so viele Stände dabei sind wie noch vor der Pandemie, beeinflusste die Stimmung in keinster Weise negativ. Bis nach 14 Uhr blieb es grösstenteils ruhig, teilte die Kantonspolizei Bern in einer ersten Zwischenbilanz mit. Sie werde noch bis in die Abendstunden – mehrere Partys sind noch angesagt – verstärkt in der Innenstadt patrouillieren.

Als Besucherin gewinnt man den Eindruck, dass der Zibelemärit – gerade zum Winterbeginn und angesichts der aktuellen Weltlage – nicht nur für die Stadt Bern unverzichtbar ist, sondern auch fürs Gemüt der vielen Fans des Volksfestes.

Und weil es so schön war, gibt es hier unseren Stimmungsticker inklusive vieler Eindrücke im Videoform zum Nachlesen.

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veröffentlicht: 27. November 2023 05:39
aktualisiert: 27. November 2023 19:40
Quelle: BärnToday

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