Coronavirus

Darum sind Hygienemasken oft zu gross für Frauen

30. November 2020, 17:55 Uhr
Gerade Frauen sind die Einweg-Hygienemasken meist etwas zu gross. (Symbolbild)
© Keystone
Zwar haben wir uns seit einiger Zeit wohl daran gewöhnt, dass wir Schutzmasken tragen müssen. Trotzdem fällt auf: Gerade Frauen sind die Masken teils zu gross. Woher kommt das? Die Antwort: Es liegt an den Norm-Köpfen bei der Zertifizierung.

Um zu testen, wie gut eine Hygienemaske Viren und Bakterien zurückhält, werden sie in einem Labor getestet und zertifiziert. Gemacht wird das mit einem sogenannten Norm-Kopf, wie SRF berichtet. Das Problem: Diese Norm-Köpfe sind männlich. Deshalb werden über 50 Prozent der Bevölkerung bei der Normierung nicht berücksichtigt, wie Ernst Weingartner, Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz, gegenüber SRF sagt.

Anders sehe dies bei Stoffmasken aus. Da gebe es verschiedene Grössen. Dass dies bei den klassischen Hygienemasken nicht der Fall ist, habe mit der Nachfrage und dem Preis zu tun.

So passt die Maske auch dir

Der Professor hat aber auch gleich noch ein paar ganz einfache Tipps, wie die Maske jedem passt:

  • Wechsle auf Hygienemasken für Kinder. Diese sind etwa drei Zentimeter kleiner als jene für Erwachsene.
  • OP-Maske statt Einheits-Hygienemaske. Die OP-Masken kann man hinter dem Kopf von Hand zusammenbinden. So kann man die Grösse gut individuell einstellen.
  • Einen Knopf in die Ohrschlaufe machen. So kann man die Maske enger machen und sie passt auch bei einem etwas kleineren Kopf.

Allerdings gibt es auch eine Massnahme, welche man auf keinen Fall anwenden sollte. Die Ohrschlaufen kreuzen! Dadurch entstehe bei den Wangen eine Öffnung, welche ungefiltert Luft durchlasse.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. November 2020 17:57
aktualisiert: 30. November 2020 17:55