Wichtigste Aussagen

Die Schweiz liegt bei den Todesfällen auf Platz sieben

29. Dezember 2020, 21:18 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Die Fachexperten des Bundes haben am Dienstag den Medien Rede und Antwort gestanden. Dabei wurde schnell klar: Es gibt (noch) keinen Grund für Optimismus. Damit widersprechen die Experten auch dem Bundesrat, der sich am Montag verhalten optimistisch zeigte.

«Das Jahr ist unglaublich schnell vergangen, hat aber auch unglaublich lange gedauert. Es hat die Gesellschaft geprägt», sagt Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit BAG. «Auch heute kann ich nicht viel Optimismus verbreiten», sagte Mathys gleich zu Beginn der Medienkonferenz.

«Können das Virus nicht verhindern, aber Verbreitung verlangsamen»

Aktuell sind in der Schweiz sechs Ansteckungen durch die neuen Corona-Varianten aus Grossbritannien und Südafrika bekannt. Nun müsse rasch gehandelt werden, sagte Patrick Mathys.

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Quelle: CH Media Video Unit

Anzahl Corona-Todesfälle: Schweiz weltweit auf dem traurigen 7. Platz

In der Schweiz sterben durchschnittlich 80 Menschen pro Tag am Coronavirus. Damit liege die Schweiz gemessen an der Bevölkerung auf dem traurigen 7. Platz, so Martin Ackermann, Präsident der Science Taskforce des Bundes. Und: Auch wenn der R-Wert in den letzten Tagen etwas gesunken sei, die Situation in der Schweiz noch immer angespannt – unter anderem wegen den neuen Corona-Varianten.

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Quelle: CH Media Video Unit

Der R-Wert musste in letzter Zeit korrigiert werden. Ein Journalist fragt, ob dieser Wert überhaupt taugt. Die Reproduktionszahl sei elementar in einer Pandemie, sagt Ackermann. Sie beschreibe, wie viele Personen durch eine positive Person angesteckt wurden.

Der R-Wert könne sich aber immer stark ändern. «Mit jedem Tag werden sie genauer», sagt er. Weiter sagt Ackermann, dass Entscheidungen nicht nur auf dem R-Wert beschlossen würden, sondern auch auf anderen Institutionen basieren.

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Quelle: Keystone-SDA

Mathys: «Verzichten Sie aufs Küsschen»

«Wir sind nochmals gefordert», sagte Mathys abschliessend zum bevorstehenden Silvester. Anstossen sei erlaubt. «Zweimal eine Armlänge ergibt knapp eineinhalb Meter». Jedoch solle auf das Küsschen verzichtet werden, meinte er weiter (siehe im Video oben).

Wegen Datenschutz und Durchführbarkeit: «Die Schweiz plant kein Impfregister»

Spanische Behörden planen ein Register mit den Namen von Menschen, die sich nicht gegen das neuartige Coronavirus impfen lassen wollen. So etwas sei für die Schweiz nicht vorgesehen, so Mathys.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. Dezember 2020 15:29
aktualisiert: 29. Dezember 2020 21:18