Flüchtlingslager Moria

«Es mangelt an allem: Decken, Zelte, Essen und Trinken»

10. September 2020, 19:26 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Moria, das grösste Flüchtlingslager Europas, brannte in der Nacht auf Mittwoch nieder. Tausende Flüchtlinge sind obdachlos und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Schweiz müsse jetzt handeln, fordern Politiker.

«Es mangelt an allem: Decken, Zelte, Essen und Trinken,» erzählt Nicolas Dorian Pascal Perrenoud, Koordinator für Zusammenarbeit «One Happy Family». Die Zukunft für die Flüchtenden sei ungewiss. Noch gebe es keine Pläne, die Betroffenen von der griechischen Insel zu evakuieren, so Perrenoud weiter.

An diesem Zustand will die Organisation Seebrücke Luzern etwas ändern. Sie haben für heute Donnerstagabend eine spontane Demonstration ausgerufen. Es brauche jetzt eine Lösung, sagt eine Organisatorin. Das Schicksal von rund 13'000 Menschen steht auf dem Spiel. Da dürfe die Schweiz nicht einfach nur zusehen, findet auch SP-Kantonsparlamentarierin Sara Muff.

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Die Stadt Bern nimmt im ersten Schritt 20 Flüchtlinge auf. Auch die Stadt Luzern wäre bereit, Flüchtlinge aus Moria direkt aufzunehmen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt. Die Stadt Luzern habe bereits im Juni 2020 vom Bund verlangt, Flüchtlinge aus Lesbos aufzunehmen. Jetzt müsse der Bund sofort handeln und eine Direktaufnahme konkret umsetzen. Dasselbe fordert auch Sara Muff. «Die Betroffenen haben ein Recht darauf geschützt zu werden,» sagt sie. Es sei wichtig, dass von allen Seiten Druck gemacht werde. Ihre Forderungen sind am Montag im Luzerner Kantonsparlament Thema.

(kmu, hch)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. September 2020 19:22
aktualisiert: 10. September 2020 19:26