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Unwetter in der Schweiz

Flughafen Zürich: Sturm verwüstet Restaurant «Heligrill»

13. Juli 2021, 15:18 Uhr
Kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen sind in der Nacht auf Dienstag über die Schweiz hinweggezogen. Betroffen war zunächst der Jura. Später sorgte ein Gewittersturm in mehreren Landesteilen für grosse Schäden. Das Pilatusland kam glimpflich davon.
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Quelle: CH Media Video Unit / TeleZüri

Die Polizei und die Feuerwehren seien im Dauereinsatz, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Zürich am frühen Dienstagmorgen. An zahlreichen Orten sei Wasser in Keller eingedrungen. Die Sturmböen knickten Bäume um. Es kam vielerorts zu Verkehrsbehinderungen.

Gegen 1.45 Uhr sei ein heftiges Unwetter über der Stadt Zürich niedergegangen, teilte die Stadtpolizei mit. Bei der Einsatzzentrale seien rund 130 Meldungen wegen umgestürzter Bäume, blockierten Strassen und abgedeckten Hausdächern sowie heruntergerissenen Fahrleitungen der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) eingegangen.

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Quelle: CH Media Video Unit / TeleZüri

VBZ stellt Betrieb vorläufig ein

Meldungen über verletzte Personen lägen bisher nicht vor, hiess es weiter. Wegen der schweren Sturmschäden in der Stadt Zürich stellte die VBZ bis auf weiteres den Bus- und Trambetrieb ein. Verschiedene Strecken seien wegen umgestürzter Bäume nicht befahrbar.

Sehr stark von den Unwettern betroffen waren auch die Regionen rund um Wallisellen, Kloten und Birmensdorf. Im Embrachtal kam Hagel hinzu. Die Unwetter lösten in der Stadt und im Kanton Zürich mehrere Hundert Feuerwehreinsätze aus.

Mehr als 1'000 Notrufe

Die Einsatzzentrale von Schutz und Rettung Zürich bewältigte mehr als 1000 Notrufe. Mehrere Strassen mussten gesperrt werden. Der Bahnverkehr rund um Zürich ist ebenfalls betroffen. So sind etwa die Linien Zürich-Altstetten - Zug und Zürich-Oerlikon - Baden von Einschränkungen betroffen.

Im Laufe der Nacht waren die Niederschläge intensiv. So verzeichnete Waldegg ZH laut SRF Meteo innert 10 Minuten 31,1 Millimeter Regen. In Affoltern waren es 27,1 und in Opfikon 25 Millimeter. Hinzu kamen starken Windböen. In Affoltern tobte der Sturm mit 106 Kilometer pro Stunde. Gegen 04.00 Uhr beruhigte sich die Lage, wie der Polizeisprecher sagte.

Zentralschweiz kommt mehrheitlich glimpflich davon

Bereits am späten Montagabend hatten sich zahlreiche Gewitter mit Sturm, Hagel und Starkregen über der Schweiz entladen. Betroffen war aber vor allem der Jura. So fielen in Saignelegier innert einer Stunde knapp 27 Millimeter Regen.

Starkregen gab es auch im Pilatusland, etwa in Egolzwil und in Sursee, wo teils kräftige Hagelschauer fielen. Weitere Information zur Lage in Luzern gab es am frühen Dienstagmorgen von der Polizei noch keine. Bei den Kantonspolizeien Uri und Obwalden heisst es, man habe in der Nacht auf Dienstag keine Hochwasser-Meldungen erhalten. Ähnlich ruhig ist die Lage in Schwyz, Zug und Nidwalden, wie es auf Anfrage heisst.

Weitere Gewitter zu erwarten

Der Wind frischte in Gewitternähe stark auf. In Epiquerez JU erreichten die Böen 79 Kilometer pro Stunde. Für die kommenden Stunden rechnen Meteo Schweiz und SRF Meteo mit weiteren kräftigen Regenfällen, wie ein Blick auf den animierten Wetterradar zeigt.

Die Böden sind gesättigt. Der Grundwasserspiegel ist hoch und die Seen und Flüsse sind bereits randvoll. Die Hydrologen des Bundesamtes für Umwelt haben eine Hochwasserwarnung der Stufe 4 von 5 für den Thunersee und den Vierwaldstättersee herausgegeben.

Auch am Brienzersee, Bielersee und Zürichsee sowie in Bereichen der Aare, der Reuss und des Rheins ist die Hochwasserlage mit Gefahrenstufe 3 angespannt. Meldungen über Probleme wegen des Hochwassers und der Regenfälle liegen derzeit jedoch nicht vor.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. Juli 2021 06:47
aktualisiert: 13. Juli 2021 15:18