Postpartale Depression

Frischgebackene Mütter leiden wegen Corona mehr unter Depressionen

23. März 2021, 15:16 Uhr
2020 wurde ein Anstieg von 40 Prozent an Betroffenen registriert.
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Die Coronapandemie macht frischen Müttern zu schaffen. Die Terminanfragen beim Verein Postpartale Depression stiegen um 40 Prozent. Jetzt hat sich der Verein ausgeweitet, um die erhöhte Nachfrage zu stillen.

Für viele (vor allem Männer) mag die postpartale Depression ein Fremdbegriff sein. Deshalb hier kurz erklärt: Diese Art von Depression wird auch postpartales Stimmungstief genannt, oder umgangssprachlich postnatal. Dabei kann es zu einem leichten, kurzfristigen Verstimmungszustand bei Frauen nach der Geburt kommen. Aktuell sind vor allem Frauen betroffen, die während der Pandemie ein Kind zur Welt bringen. Dass sie in der Zeit vor und nach der Schwangerschaft aufgrund der Pandemie vermehrt alleine sind, macht ihnen Angst. Auch Väter leiden unter einem konstanten Stresslevel oder etwa finanziellen Sorgen.

Zahlen der Betroffenen mit einer Angststörung mehr als verdoppelt

Gemäss einer kanadischen Studie ist das Risiko, an einer Depression zu erkranken, durch die Pandemie enorm angestiegen. Während vor der Pandemie die Zahl der Depressionen nach der Geburt in Kanada bei 15 Prozent lag, stieg sie im Juni 2020 auf 40 Prozent. Ähnlich verhält es sich hier in der Schweiz. Massiv mehr Menschen leiden auch hierzulande wegen Corona an Depressionen.

Um für alle Betroffenen einen professionellen Austausch zu ermöglichen, bietet der Verein Postpartale Depression Schweiz mit Unterstützung der Gesundheitsförderung Schweiz eine wöchentliche Online-Gesprächsgruppe an. Aktuell hat sich das Unterstützungsprogramm bis in die Romandie ausgebreitet.

Leidest du auch unter Postportalen Depressionen? Hier findest du alle Informationen.

(str)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. März 2021 15:02
aktualisiert: 23. März 2021 15:16