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EU/Schweiz

Gescheitertes Rahmenabkommen trifft erste Unternehmen

6. Juni 2021, 10:55 Uhr
Dass die Verhandlochen abgebrochen wurden, hat jetzt schon Auswirkungen auf die Schweiz. (Symbolbild)
© KEYSTONE/Martin Ruetschi
Der Abbruch der Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU hat erste Opfer in der Schweizer Wirtschaft gefordert. Das berichtet die Sonntagspresse übereinstimmend. Demnach können bereits jetzt mehrere Medizinal-Firmen nicht mehr in die EU exportieren.

In der Schweiz zertifizierte Produkte wie zum Beispiel Beatmungsgeräte oder Spritzen sind in der EU nach Abbruch der Verhandlungen nicht mehr anerkannt. Aus Angst, gegen Regeln zu verstossen, lehnen die europäischen Abnehmerfirmen die Produkte jetzt plötzlich ab. So berichtet die «NZZ am Sonntag» etwa von einem Berner Unternehmen, das Instrumente für die Implantation von künstlichen Gelenken produziert, dessen Geschäft quasi über Nacht um einen Drittel eingebrochen sei. 

Die Schweiz war eigentlich davon ausgegangen, dass ihre Zertifikate in der EU in einer Übergangsfrist bis 2024 gültig bleiben. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO verhandelt in der Sache daher aktuell unter Hochdruck mit Brüssel.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Juni 2021 10:10
aktualisiert: 6. Juni 2021 10:55