Krisen-GAV

Gewerkschaft zieht gegen Swiss vor Gericht

5. Mai 2022, 16:39 Uhr
Die Swiss will mit einem «Krisen-GAV» Prämien kürzen. Die Gewerkschaft des Bodenpersonals ist mit diesem Vertrag nicht einverstanden und will nun gegen die Airline vor Gericht ziehen.
Die Gewerkschaft des Bodenpersonals ist mit dem neuen Krisen-GAV der Swiss nicht zufrieden. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Fluggesellschaft Swiss hat Corona-Prämien und variable Löhne angekündigt. Gewerkschaften konnten nicht mitreden. Bei den Prämien handelt es sich um «eine finanzielle Anerkennung der ausserordentlichen Leistungen des Personals während der Pandemie». Diese hatte das Personal während Corona gefordert, wie die Gewerkschaft des Bodenpersonals SEV-Gata in einer Mitteilung schreibt.

Zudem hält die Airline am «Krisen-GAV» fest, der dem Bodenpersonal die Corona-Prämien wieder wegnehme. «Dieses widersprüchliche Verhalten des Managements ist untragbar» und sei eine Provokation, lässt sich der Gewerkschaftspräsident in der Mitteilung zitieren. Nun zieht die Gewerkschaft gegen die Umsetzung dieses Vertrags vor Gericht.

Mit dem «Krisen-GAV» muss das Bodenpersonal laut Mitteilung abstriche machen: Ein Drittel des 13. Monatslohns soll gestrichen werden sowie ein Drittel der Performance-Prämie. Die Swiss habe die Kurzarbeit am 1. März beendet – also zu einem Zeitpunkt, als Kurzarbeit noch möglich war. Die Umsetzung sei somit illegal erfolgt, so die Gewerkschaft.

(log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 5. Mai 2022 16:43
aktualisiert: 5. Mai 2022 16:43
Anzeige