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Coronavirus - Schweiz

Grossaufgebot der Polizei verhindert Corona-Demo vor dem Bundeshaus

1. Oktober 2021, 05:55 Uhr
Mehrere hundert Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Donnerstagabend in Bern zu einer weiteren unbewilligten Kundgebung versammelt. Sie zogen durch die Gegend rund um den Bahnhof. Den Zugang zur Innenstadt versperrte ihnen die Polizei mit einem Grossaufgebot.
Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen bei ihrem Umzug am Bahnhof Bern.
© KEYSTONE/MARCEL BIERI

Im Bundeshaus in der Innenstadt tagte gleichzeitig am Abend der Nationalrat. Das Parlamentsgebäude sahen die Demonstrierenden allerdings nur aus der Ferne, als die Umzugs-Route nebenan im Park der kleinen Schanze vorbeiführte. In Sprechchören und mit Pfiffen kritisierten sie insbesondere das Covid-Zertifikat.

Ausschreitungen wie bei früheren Demos blieben aus, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Mehrere hundert Ordnungshüter in Kampfmontur sowie Absperrgitter riegelten zahlreiche Wege ab. Der Zugang zum Areal des Bundeshauses blieb ebenfalls gesperrt. Auch ein Wasserwerfer wurde in Stellung gebracht. Während kurzer Zeit musste Reizgas eingesetzt werden.

Personen mit Glocken abgeführt

Der Umzug begann kurz nach 19.30 Uhr auf dem Bahnhofplatz. Die Polizei erklärte in Durchsagen, dass Teilnehmende der unbewilligten Demo mit Kontrollen und Festnahmen rechnen müssten. Später endete der Umzug im Bahnhof Bern. Am Rande der Demo stoppten die Ordnungshüter laut eigenen Angaben eine Menschengruppe mit Glocken und führte diese ab. In der Innenstadt blieb es am Abend ruhig, zumal keine Busse und Trams verkehren konnten.

Insgesamt wurden rund 50 Personen weggewiesen. Die Polizei nahm 31 Personen zur Kontrolle ins Polizeigebäude mit. Sie wurden nach den Abklärungen wieder entlassen. Es gab keine Verletzten, wie die Kantonspolizei auf Anfrage mitteilte.

Die Corona-Demos der vergangenen beiden Donnerstage in Bern hatten mit Gewalt geendet: Die Polizei ging jeweils mit Gummischrot und Wasserwerfer gegen Demonstrierende vor.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Oktober 2021 00:31
aktualisiert: 1. Oktober 2021 05:55