Experten des Bundes

Grosse Nachfrage nach Impfung: «Das ist sehr erfreulich»

5. Januar 2021, 16:39 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Das grosse Impfen hat begonnen. Dementsprechend stand auch die heutige Medienkonferenz der Experten des Bundes im Zeichen des Corona-Impfstoffs. Die Experten ziehen eine sehr positive Zwischenbilanz.

Die Experten des Bundes widmeten sich heute vor allem zwei Themen:

Der Impfstart:

Die Experten des Bundes sind sich einig: Die Nachfrage nach der Corona-Impfung ist gross. «Das ist sehr erfreulich», sagte Nora Kronig, Vizedirektorin, Leiterin Abteilung Internationales des BAG. «Wir wollen die Impfung eng begleiten, um möglichen Herausforderungen früh zu begegnen.» Bis im Sommer sollen sich alle impfen lassen können, die wollen. Die Nachfrage sei riesig. «Wir rechnen nun in der ersten Phase mit Impfstoff-Knappheit, das ist zwar frustrierend, aber wegen der grossen Nachfrage klar», so Kronig.

«Nicht jeder kann der Erste sein»

Auch Christoph Berger, Präsident, Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF, ist erfreut über den Impfstart. Für ihn ist die Impfung aber ein Zusatz zu den immer noch gültigen Abstands- und Hygienemassnahmen. «Wir haben schwierige Monate vor uns», sagt er. Denn kämen die Lockerungen zu früh, gebe es einen Rückschlag. Er rechnet frühestens im Sommer mit Lockerungen.

Impf-Skeptikern nimmt er den Wind aus den Segeln: «Die Studien zum Impfstoff waren extrem gross angelegt. Er wurde an über 40'000 Personen getestet und ist sehr gut verträglich.» Und er bittet um Geduld: «Es kommt jeder dran, der möchte, aber nicht jeder kann der Erste sein.»

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Auch weil die ganze Welt auf den Impfstoff wartet, ist das Angebot limitiert. Um trotzdem viele Leute impfen zu können, wurden einige Länder kreativ und haben entschieden, statt der vorgeschriebenen zwei, nur eine Impfdosis zu verabreichen. Für die Schweiz ist dies keine Option, wie Berger sagt.

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Zwar würden die Personen bereits nach der ersten Impfdosis eine gewisse Immunität aufweisen, allerdings wisse man nicht, wie lange diese anhalte, sagt Berger. Der Impfstoff in der Schweiz sei für zwei Dosen zugelassen, deshalb werde man dies auch so durchführen.

Übrigens: Die Impfstoff-Vorbereitung ist äusserst anspruchsvoll: Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte erklärt, wie die Pfizer/Biontech-Impflösung vorbereitet wird:

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Die Mutation:

Aktuell sind 28 Fälle der Coronamutation in sieben Kantonen bekannt. Wie Rudolf Hauri sagt, betreibe man im Contact Tracing einen massiv höheren Aufwand. «Wir befragen die Leute intensiver und wir befragen viel mehr Personen.»

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Im Moment sollten die Massnahmen aber ausreichen. Eine Verschärfung wäre erst dann angezeigt, wenn sich die Mutation weiter verbreitet. Und Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, Bundesamt für Gesundheit BAG fügt an: «Wir müssen die Mutation sehr genau im Auge behalten. Das Ziel ist, die Personen so schnell wie möglich zu eruieren und zu isolieren.»

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Januar 2021 16:17
aktualisiert: 5. Januar 2021 16:39