Gegen Rassismus

«Ich erlebe jeden zweiten Tag Rassismus»

Martina Odermatt, 6. Oktober 2020, 17:00 Uhr
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Quelle: Pilatus Today

Rassismus ist vielfältig, Rassismus ist mal offensichtlich, mal subtil. Wir lassen verschiedene Leute zu Wort kommen und fragen sie nach ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Diese sind so vielfältig wie die Nuancen der Hautfarbe.

«Die Leute geben mir ungefähr jeden zweiten Tag das Gefühl, dass ich eine andere Hautfarbe habe», sagt Emmanuel mit Wurzeln im Kongo. Emmanuel ist in der Schweiz aufgewachsen, ging hier in die Schule.

Und trotzdem geben ihm die Leute immer wieder das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Als Kind sei er deswegen beleidigt gewesen oder sei weinend nach Hause gelaufen. «Dieses negative Gefühl ist ziemlich unschön, und das prägt einen. Ich fühle mich teilweise als Teil einer Randgruppe.» Mittlerweile hat er aber einen Weg gefunden, damit umzugehen.

Auch zum Thema Mohrenkopf äussert sich Emmanuel. Der geschichtliche Hintergrund dieser Süssigkeit war ihm lange nicht bekannt. «Ich finde den Namen aber unpassend. Es ist klar definiert, dass es sich bei Mohren um Menschen handelt, die weniger wert sind. Das ist verletzend.» Besserung fange mit Kleinigkeiten an.

Emmanuel wünscht sich von der Gesellschaft, dass sie versucht, dazuzulernen und dass Menschen auch Zivilcourage zeigen, wenn jemand durch Rassismus benachteiligt wird.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Oktober 2020 19:42
aktualisiert: 6. Oktober 2020 17:00