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Strike for Future

Klimastreik wird im Frühling nachgeholt

4. Dezember 2020, 15:02 Uhr
Strike For Future ruft am 21. Mai 2021 zum Generalstreik in der Schweiz auf. Nach der pandemiebedingten Absage im laufenden Jahr soll dann ein grosser nationaler Aktionstag stattfinden.
Klimaaktivisten – hier im September auf dem Bundesplatz in Bern – rufen für den 21. Mai 2021 zum Generalstreik auf.
© Keystone

Vor einem Jahr hat sich die Klimajugend in der Schweiz mit Gewerkschaften sowie weiteren Organisationen zum «Strike For Future» zusammengeschlossen. Damit sollte die Klimabewegung verbreitert und soziale Aspekte der Klimakrise verstärkt in den Fokus der Klimadebatte gerückt werden. Ein damals angekündigter Generalstreik fiel jedoch der Coronapandemie zum Opfer. Doch nun hat Strike For Future am Freitag in einer Online-Medienkonferenz den Freitag, 21. Mai 2021, als neues Streikdatum genannt.

Im Vorfeld sollen am 17. Januar in der ganzen Schweiz Klimaversammlungen stattfinden. Daran sollen sich alle Interessierten beteiligen können, unabhängig von Alter oder Nationalität. Das heutige politische System sei nicht in der Lage, auf die verschiedenen Krisen zu reagieren, sagten die Vertreter von Strike For Future. Die Schweiz als reiches Land trage dabei jedoch eine grosse Verantwortung und habe entsprechend viel Einfluss.

Linksrutsch im Parlament brachte nichts

Angesprochen auf die «grüne Welle», die nach den grossen Klimademos 2019 bei den Wahlen durchs Parlament zog und den grünen und linken Parteien Aufwind gab, zeigt sich Strike For Future konsterniert. Der Linksgrün-Rutsch habe nicht viel gebracht. Es sei zwar schön, dass das Bewusstsein bei Bevölkerung und Politik gestiegen sei, konkrete Massnahmen fehlten aber weiterhin.  

Die Antwort auf die Frage, ob die Gewerkschaften für den Streiktag auch in den Betrieben mobilisieren werden, liess die Unia-Sprecherin am Freitag in der Medienkonferenz noch offen. Allerdings würden Unia und VPOD natürlich dafür in ihren Strukturen mobilisieren, so die Sprecherin. (sat,tma)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 4. Dezember 2020 12:54
aktualisiert: 4. Dezember 2020 15:02