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Coronavirus - Grenzgänger

Österreich soll bei Pendlern auch Schweizer Tests anerkennen

12. Februar 2021, 16:25 Uhr
Pendler aus Vorarlberg, die in der Schweiz arbeiten, müssen neu bei ihrer Rückkehr nach Österreich einen negativen Coronatest vorweisen. Die St. Galler Regierung ist irritiert, dass dabei Schweizer Tests nicht anerkannt werden, und will sich für eine Änderung einsetzen.
Die Polizei kontrolliert Covid-Tests von Pendlern, am Mittwoch, 10. Februar 2021, an der Grenze in Lustenau (Vorarlberg).
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Das neue Grenzregime Österreichs gilt seit Mittwoch. Betroffen sind bis zu 7000 Pendler, die aus Vorarlberg zur Arbeit in die Schweiz kommen. Sie müssen sich wöchentlich testen lassen und an der Grenze ein entsprechendes Papier vorweisen. Die Tests sind in Vorarlberg gratis.

Wer sich in der Schweiz testen lässt, muss zusätzlich ein ärztliches Zeugnis vorlegen. Die St. Galler Regierung zeigte sich in einem Communiqué vom Freitag irritiert darüber. Sie habe den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner in einem Brief ersucht, sich auf bundesstaatlicher Ebene für eine pragmatische Lösung einzusetzen.

Insbesondere sollen an der Grenze auch Schweizer Tests anerkannt werden. Mit dem gleichen Anliegen wandte sich die St. Galler Regierung auch an Bundesrätin Karin Keller-Sutter.

Eine Testpflicht im kleinen Grenzverkehr sowie für Pendlerinnen und Pendler erachtet die St. Galler Regierung «grundsätzlich als kritisch», wie sie schreibt. Die Massnahme werde den eng verflochtenen Strukturen der Grenzregion Rheintal nicht gerecht, sei unnötig bürokratisch und nütze aus epidemiologischer Sicht wenig.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Februar 2021 16:42
aktualisiert: 12. Februar 2021 16:25