Trotz hoher Fallzahlen

Politiker wollen Corona-Massnahmen lockern

10. Januar 2022, 07:26 Uhr
Die fast 13'000 Skifans, die am Wochenende Marco Odermatt und Co. in Adelboden angefeuert haben, sorgten mit Blick auf die hohen Fallzahlen für Diskussionen. Doch weitere Verschärfungen soll es vorerst nicht geben, finden Politiker. Vielmehr soll die Quarantäne verkürzt werden.
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Quelle: Tele 1

Eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindern, dies ist das Ziel der Corona-Massnahmen. Der Bundesrat wird am kommenden Mittwoch darüber entscheiden, wie er in der Pandemie weiter vorgehen wird und ob die Massnahmen allenfalls verschärft werden müssen.

Geht es nach verschiedenen Politikerinnen und Politikern, ist dies nicht nötig. Die Schrauben müssten trotz aktuell hoher Fallzahlen nicht angezogen werden, so der Tenor. Wie der Bundesrat aber vorgehen soll, daran scheiden sich die Geister.

Die hohen Fallzahlen zeigen: Omikron rollt wie eine Welle über die Schweiz. Danach komme aber die Normalität, glaubt die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli in der «NZZ am Sonntag». Damit die Wirtschaft nicht kollabiert, macht sie sich dafür stark, dass die Quarantäne auf fünf Tage verkürzt wird.

Auch der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister sieht ein Problem in den vielen Omikron-Fällen und macht sich ebenfalls für eine Verkürzung der Quarantäne stark. Allenfalls gebe es auch bei der Isolation einen gewissen Handlungsspielraum, so Pfister gegenüber PilatusToday und Tele 1.

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Quelle: Tele 1

Die Verkürzung der Quarantäne und der Isolation soll vor allem den Personalmangel in diversen Branchen entschärfen. Zurzeit haben beispielsweise in Wintersport-Orten diverse Hotels und Restaurants geschlossen. Auch Spitäler beklagen Personalausfälle.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Januar 2022 07:13
aktualisiert: 10. Januar 2022 07:26
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