Getränkehersteller

Rivella und Co. wegen der Pandemie stark unter Druck

30. Oktober 2020, 13:17 Uhr
Das Schweizer Kultgetränk bekommt es schmerzlich zu spüren, dass 2020 kaum Grossanlässe stattfinden.
© Keystone / Gaetan / Bally
Geht es einer Beiz schlecht, geht es auch dem Zulieferer schlecht. So können Getränke-Lieferanten wie Rivella und Ramseier die Auswirkungen von verschärften Massnahmen 1:1 auf ihren Bestellzetteln ablesen.

Als im Frühling die Zeit stillstand, bekamen das auch Süssgetränke-Hersteller wie Rivella und Ramseier zu spüren. Die beiden Zentralschweizer Betriebe mussten Kurzarbeit anmelden und verbuchten enorme Umsatzeinbussen. Wie hoch diese für das Jahr 2020 ausfallen, kann allerdings noch nicht beziffert werden.

Fest steht aber, dass die erneuten Massnahmen des Bundes die Erholung vom schwierigen Frühling stark erschweren. «Seit dem Tag, an dem die Maskenpflicht in den Restaurants eingeführt wurde, nahmen die Bestellungen wieder ab», so der Mediensprecher der Ramseier Suisse AG Marco Clavadetscher. «Die Monate August und September waren gut, wohl weil viele Schweizer hier Ferien machten, dann ging es aber rasch wieder runter.» Aktuell gebe es noch keine Notwendigkeit für Kurzarbeit. Bei einer noch rückläufigeren Entwicklung des Gastronomiebereiches könne sich das aber bald wieder ändern.

Fehlende Grossanlässe schmerzen besonders

Rivella versucht derweil, sich mit Mini-Events aus Eigeninitiative über Wasser zu halten. Als Partner unzähliger Grossveranstaltungen leidet das Unternehmen nicht nur mit der Gastro-, sondern auch stark mit der Veranstaltungsbranche mit. Konkrete Zahlen will das Unternehmen auf Anfrage nicht bekannt geben.

(imü)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. Oktober 2020 13:32
aktualisiert: 30. Oktober 2020 13:17