Coronavirus

Soll Reisen nur noch mit Impfung erlaubt sein?

15. November 2020, 08:26 Uhr
Der Impfstoff gegen Corona ist in Arbeit. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der Bund arbeitet derzeit an einer sensibilisierenden Impfkampagne, um die Impfbereitschaft der Schweizerinnen und Schweizer zu erhöhen. Der oberste Schweizer Spitalhygieniker hingegen glaubt, dass es Anreize braucht – zum Beispiel beim Reisen.

«Wir wollen die Bevölkerung transparent informieren und für eine Impfung gegen das neue Coronavirus sensibilisieren», das erklärt das Bundesamt für Gesundheit BAG gegenüber der «SonntagsZeitung». Mit der in Arbeit befindlichen Impfkampagne soll die Impfbereitschaft erhöht werden.

Andreas Widmer, Präsident von Swissnoso, der Vereinigung der Fachleute für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene, ist jedoch der Meinung, dass es dafür Anreize braucht: «Auslandreisen per Flugzeug, Reisebus oder Kreuzfahrten sollen nur noch Personen erlaubt sein, die geimpft sind oder einen negativen Test vorweisen können», sagt der oberste Schweizer Spitalhygieniker gegenüber der «SonntagsZeitung». Impfen sei ein Ausdruck der Solidarität mit der Gesellschaft, und dafür brauche es ein «individuelles und kleines Opfer». 

Laut Epidemiengesetz könnte der Bund in Absprache mit den Kantonen ein Impfobligatorium für Personen, die bestimmte Tätigkeiten ausüben und für gefährdete Bevölkerungsgruppen aussprechen, wie die «SonntagsZeitung» weiter schreibt. Diese Woche schloss Bundesrat Alain Berset vor den Medien ein generelles Obligatorium zwar aus, für gewisse Gruppen wie etwa Pflegende in Altersheimen ist es aber nicht vom Tisch. 

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. November 2020 08:26
aktualisiert: 15. November 2020 08:26